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Veranstaltung "Wer Daniel Frahn wirklich ist"
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Fairclough
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BeitragVerfasst am: Di Feb 18, 2020 11:30 am    Titel: Antworten mit Zitat

Forza 03 hat Folgendes geschrieben:
Endlich!!! Genau so eine eineindeutige Stellungnahme mit der Offenlegung aller Fakten war eigentlich schon vor der Vertragsunterzeichnung zwingend erforderlich. Auch aufgrund des öffentlichen Drucks, wahrscheinlich auch dem Fangespräch letzte Woche, legt er jetzt wirklich auch ein für mich glaubwürdiges und reumütiges Geständnis ab. Alles zuvor war für mich nur wegschieben der Vergangenheit. Dennoch wird er selbstverständlich auch weiterhin unter Beobachtung stehen.



Interessant was du unter Offenlegung aller Fakten verstehst: dazu hätte gehört, dass Hr.Frahn erklärt, was er mit Chris J. auf dem Stadtfest 2018 zusammen machte, was der Inhalt der Aussprache mit Hr.Sobotzik im Herbst 2018 zum Inhalt hatte, warum er auf die Ansprache seines Trainers Berger nicht reagierte usw. Von Offenlegung ist das alles weit entfernt.
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Forza 03
Turbieni-Fan
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BeitragVerfasst am: Di Feb 18, 2020 11:42 am    Titel: Antworten mit Zitat

Fairclough hat Folgendes geschrieben:
Forza 03 hat Folgendes geschrieben:
Endlich!!! Genau so eine eineindeutige Stellungnahme mit der Offenlegung aller Fakten war eigentlich schon vor der Vertragsunterzeichnung zwingend erforderlich. Auch aufgrund des öffentlichen Drucks, wahrscheinlich auch dem Fangespräch letzte Woche, legt er jetzt wirklich auch ein für mich glaubwürdiges und reumütiges Geständnis ab. Alles zuvor war für mich nur wegschieben der Vergangenheit. Dennoch wird er selbstverständlich auch weiterhin unter Beobachtung stehen.



Interessant was du unter Offenlegung aller Fakten verstehst: dazu hätte gehört, dass Hr.Frahn erklärt, was er mit Chris J. auf dem Stadtfest 2018 zusammen machte, was der Inhalt der Aussprache mit Hr.Sobotzik im Herbst 2018 zum Inhalt hatte, warum er auf die Ansprache seines Trainers Berger nicht reagierte usw. Von Offenlegung ist das alles weit entfernt.


Da gebe ich dir selbstverständlich Recht. Meiner Meinung nach wurde bei Ihm erstmal nur der Schalter zur Selbsteinsicht umgelegt. Und dieser Schalter fiel selbstverständlich viel zu spät. Sein Verhalten gegenüber Bergner und vor Gericht muss sicherlich auch noch aufgearbeitet werden. Soweit scheint er mir von der Persönlichkeitsentwicklung her noch nicht zu sein.

Ich denke er erkennt erst in den nächsten Jahren den vollumfänglichen Schaden seines Handelns. Gerade im Hinblick auf seinen eigentlichen Berufsstart nach der sportlichen Karriere. Denn so extrem reich ist er ja mit seinem Sportlerleben auch nicht geworden. Diesen Mist, den er verzapft hat, wird er ein Leben lang als Makel herumtragen. Aber für mich geht er jetzt wenigstens in die richtige Richtung.

Und genau diesen Eindruck hatte ich in den letzten drei Wochen definitiv noch nicht. Erst aufgrund all der Shitstorms etc. kippte bei Ihm der Schalter und definitiv noch nicht vor der Vertragsunterzeichnung. Zu diesem Zeitpunkt wurde es Ihm viel zu einfach gemacht. Und genau dieses zu einfach machen für Herrn Frahn vor der Vertragsunterzeichnung werfen ja auch zu Recht viele Fans und Mitglieder dem Verein vor.
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Forza 03
Turbieni-Fan
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Beiträge: 1427

BeitragVerfasst am: Di Feb 18, 2020 2:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

"Ich habe riesige Scheiße gebaut"

Zitat:

Seit seiner öffentlichen Distanzierung habe er keine Beschimpfungen oder Ähnliches aus der Chemnitzer Fanszene erfahren. Unsicher sei Frahn, ob die rechtsextremen Fans bewusst seine Nähe gesucht hätten, um ihn zu instrumentalisieren.


Zitat:
Auch über politische Inhalte möchte sich Frahn stärker informieren: "In der Vergangenheit, das muss ich auch offen und ehrlich zugeben, war das wenig, wirklich sehr, sehr wenig."

Frahn gab sich in dem Pressegespräch auch enttäuscht. Er hätte von seinen ehemaligen Mitspielern eine Reaktion erwartet, sagte er und warf ihnen mangelnde Unterstützung vor. Einige Teamkollegen, so erzählte es Frahn, seien von seiner Unschuld überzeugt gewesen. Öffentlich hinter ihn stellen wollte sich keiner. "Das hat mir gezeigt, dass Fußball wenig mit 'elf Freunde' sein zu tun hat, sondern nur ein Geschäft ist."

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Harald
Wenn's-mal-nicht-läuft-Nörgler
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BeitragVerfasst am: Di Feb 18, 2020 4:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Fairclough hat Folgendes geschrieben:


Interessant was du unter Offenlegung aller Fakten verstehst: dazu hätte gehört, dass Hr. Frahn erklärt, was er mit Chris J. auf dem Stadtfest 2018 zusammen machte, was der Inhalt der Aussprache mit Hr.Sobotzik im Herbst 2018 zum Inhalt hatte, warum er auf die Ansprache seines Trainers Berger nicht reagierte usw. Von Offenlegung ist das alles weit entfernt.


Offenlegungen und Unterstellungen liegen manchmal ganz eng beieinander, so wie krasse MMA-Figther und tischhohe bierbäuchige Playstation-Spieler. Shocked Wink

Auf der Strecke bleibt nur die Wahrheit. Und einzelne Personen. Hanne hatte auch immer ihre eigene Wahrheit.

Mir sind aber Aussagen von Menschen, die sich persönlich stellen, äußern, 20*Mal vertrauenserweckender, als Aussagen von Vereinen, die jahrzehntelang nichts gegen rechtsextremistische Umtriebe unternommen haben und nun auf einmal unter öffentlichem Druck in finanzieller Not zum großen Schlag ausholten...
Es wird sich auf Aussagen von einem Polizisten berufen - wer schon einmal Aussagen von Polizisten, die sich beim Prozess oft monatelang zurück erninnern müssen, erlebt hat... Aussagen eines ehemaligen Trainers, wiedergegeben durch eine Presse, die vielleicht gar auf der Sponsorenseite des CFC steht. Unterstellung? Eventuell schon! Ich fürchte aber es gibt hier niemanden der persönlich mit dem Trainer gesprochen hat, seine Beweggründe kennt, jemand, der mit den Verantwortlichen des CFC gesprochen hat, diese eventuell schon länger kennt.
Ich sehe lieber mit dem einzigen, der sich uns gestellt hat nach vorn und bewerte was die Zukunft bringt.
Ähnlich sehe ich das mit unserem Vorstand in Persona A.Horlitz, der sich sicher letzten Donnerstag ein zwei unwürdige Ausrutscher geleistet hat und in der ganzen Geschichte nicht die glücklichste Figur gemacht hat. Aber hier widerum finde ich sollte man widerum die Verdienste um den Verein sehen, was in den letzten Jahren alles erreicht, mühsehlig aufgebaut wurde, sicherlich nicht durch besagte Personen, aber durchaus getragen von diesen.
Es ist für uns Menschen immer so schön leicht sich an Dingen hoch zu ziehen die nicht funktionieren und das gute Ganze drum herum aus den Augen zu verlieren.
Noch dazu, wenn man wie ich nicht/nie in der Verantwortung steht/stand.

Ich fand Deine Fragen, Fairclough, am letzten Donnerstag(bis auf ...) äußerst gut und zielführend, die Bewertung der Antworten hier widerum eher subjektiv bis teils problematisch...

Vielleicht bin ich ja ... zu alt ... zu langsam ... Stehplatz (nicht mehr) ermäßigt, aber ich sehe lieber nach vorn als zurück, wenn sich die Vergangenheit nicht einwandfrei klären läßt.
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"Ich hab Hanne umgebracht. Warum? Sie hat den Fernseher mitnehmen wollen. - Na dann?! Wo ist sie? Im Flur.... Und in der Küche." Harald & Arved
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ölprinz
Der wo die ganze Kohle hat


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BeitragVerfasst am: Di Feb 18, 2020 4:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Einige Teamkollegen, so erzählte es Frahn, seien von seiner Unschuld überzeugt gewesen.

Das beschreibt meiner Meinung nach ganz gut das Problem oder besser das fehlende Problembewusstsein.
Rein juristisch mag er unschuldig wie nur irgendwas sein. Darum geht es nur leider nicht. Seine verdammte Verantwortung war es doch, diese Typen und ihr Gedankengut nicht dadurch noch hoffähiger zu machen, dass er als Mannschaftskapitän und erwiesener Publikumsliebling mit ihnen kuschelt.

Seine ganze Naivität kommt dann in der Enttäuschung über die damaligen Kollegen zum Tragen. Wie blöd müsste denn bitte ein Mitspieler sein, sich vor einem Urteil öffentlich pro Frahn und damit contra eigener Arbeitgeber zu positionieren? Zumal in einer solch "delikaten" Angelegenheit.
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Heutzutage kaufen viele Leute mit dem Geld, das sie nicht haben, Sachen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen. Ernst Bloch
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Bersarin
Bei-UFFTA-Stehenbleiber
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BeitragVerfasst am: Di Feb 18, 2020 4:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Harald hat Folgendes geschrieben:

Es ist für uns Menschen immer so schön leicht sich an Dingen hoch zu ziehen die nicht funktionieren und das gute Ganze drum herum aus den Augen zu verlieren.
Noch dazu, wenn man wie ich nicht/nie in der Verantwortung steht/stand.



(wenn ich überhaupt was dazu sagen darf): mein Eindruck ist viel eher, daß all das vielen Fans sehr wehtut und einer Zerreißprobe gleicht. Selbst für mich als außenstehenden Sympi ist es das Heftigste, was ich seit 20 Jahren mit 03 erlebe
Vielleicht ist es dann doch nicht "so schön leicht"?
Just sayin'
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fichte
Haarschnitt wie Günter Netzer
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BeitragVerfasst am: Di Feb 18, 2020 8:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Jannik von Ultras Gelsenkirchen hat Folgendes geschrieben:
[...] Und was haben wir uns damals empört. Es wurde symbolisch die Rote Karte gezeigt, ein Statement verfasst und sicherlich auch in vielen Diskussionen ein klarer Standpunkt vertreten, der die Abscheulichkeit von Tönnies‘ Aussagen klarstellt. Und dann? Nichts. Keine weitere öffentliche Aktion, kein Statement, kein Versuch, die Rückkehr des Aufsichtsratsvorsitzenden nach seiner Auszeit kritisch zu begleiten. Nur Schweigen. Ich persönlich habe wenig Einblick, was im Hintergrund vielleicht passiert sein mag, aber das ist auch nicht von Relevanz. Denn:
Antirassistisches Engagement heißt vor allem nach solchen Vorfällen laut zu sein, standhaft zu bleiben und im öffentlichen Diskurs mitzumischen. In diesem Fall sind weite Teile der Fanszene – vor allem Ultras GE als wichtigste Gruppe – ihrer Verantwortung nicht wirklich nachgekommen. Niemand sonst hat die gleiche Reichweite, um mit Spruchbändern, Aktionen, über die
Homepage oder den Blauen Brief auf genau solche Themen aufmerksam zu machen. Auch als Folge der Untätigkeit haben wir nun nochmal am eigenen Leib zu spüren bekommen, was in der gesamten Gesellschaft mittlerweile zu
beobachten ist. Rassismus ist gesellschaftsfähig, denn nach kurzem Aufschrei vergeben weiße Menschen anderen weißen Menschen, die Nicht-Weiße diskriminieren. Und danach läuft die Welt wieder in ihren geregelten Bahnen.


Währenddessen sind die meisten Stimmen von Betroffenen einfach untergegangen. Bis auf wenige, wie zum Beispiel Hans Sarpei, der wiederholt und unermüdlich scharfe Kritik an der Aussage und dem Umgang damit geäußert hat, verfügen sonst kaum Betroffene von sich aus über eine solche Reichweite. Wenn die offiziellen Gremien des Vereins versagen, müssen andere dafür sorgen, dass Kritikern und Betroffenen (geschützter) Raum gegeben wird, um zu Wort zu kommen, sich auszutauschen und sich zu vernetzen. [...]


http://ultras-ge.de/blauerbrief/BB_19_20_11_SCP_web.pdf

Viel Spaß beim nach vorne blicken und resozialisieren!
_________________
Froh, frei, stark, treu, froh, frei, stark, treu
der freien Fichte-Turner stolzer Wahlspruch sei


Gegen den modernen Ultra!
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Gerda
Bei-UFFTA-Stehenbleiber
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Beiträge: 108

BeitragVerfasst am: Mi Feb 19, 2020 1:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Statement der Brigade Konrad Wolf

Zitat:
Einige Anmerkungen zu dem Gespräch zwischen Daniel Frahn, Archibald Horlitz und Fans und Mitglieder des SV Babelsberg 03

Vorab stellen wir klar, dass das Stadion für uns ein politischer Ort ist, in dem gesellschaftliche Verwerfungen spürbar werden. Die Nordkurve im Karl-Liebknecht-Stadion und der Verein SV Babelsberg 03 sind für uns Räume, die von einer antifaschistischen, antirassistischen und antisexistischen Grundhaltung geprägt sind. Dafür werden wir auch weiterhin einstehen!

Am Donnerstag, den 13.02.2020, kam es im VIP-Raum des Karl-Liebknecht-Stadions zu einem Treffen zwischen Daniel Frahn, Archibald Horlitz und Fans und Mitgliedern des SV Babelsberg 03. Daniel Frahn sollte hier die Möglichkeit gegeben werden, sich zu seinem eklatanten Fehlverhalten beim CFC und der Nähe zu rechtsradikalen Strukturen in der Chemnitzer Fanszene zu äußern. Archibald Horlitz wollte dieses Treffen nutzen, um Hintergründe zu der eiligen Verpflichtung Frahns und den Umgang damit im Vorfeld zu erläutern.

Zunächst verlas Daniel Frahn eine zuvor verfasste Erklärung, in der er darlegte, wie dumm und naiv er in der Zeit bei Chemnitz war und wie wenig er sich mit politischen Zusammenhängen befasst habe. Im weiteren Verlauf des Gespräches erklärte er, dass ihm im letzten halben Jahr sehr viel bewusstgeworden sei und er die Zeit für Reflektion genutzt und sich von bestimmten Leuten und Gruppen distanziert habe. Mehrmals betonte er, dass er nie Teil von Kaotic Chemnitz gewesen sei und die Namen Thomas Haller, HooNaRa und NS-Boys erst in den letzten 6 Monaten kennengelernt habe. Vorher wurde es ihm von niemanden gesagt, keiner hätte ihn vor gewissen Leuten gewarnt und er habe sich auch wenig bis gar nicht damit beschäftigt. Mit anderen Worten, er ist immer nur mitgelaufen.
Dass der Weg der Reflektion für Daniel Frahn noch lange nicht beendet ist, zeigt u.a. ein Fauxpas, den er sich in seiner vorbereiteten Rede leistete. Zitat: „Ich vertrete als Sportler sowie als Privatperson Grundwerte wie Antifaschismus, Antirassismus sowie Antisemitismus.“ Manche werden dies witzig finden oder sagen: „Naja, ist halt ein Fussballer und bla bla bla…“ Uns zeigt es, dass Daniel Frahn sich in der Vorbereitung auf den Abend nicht ausreichend mit den Begriffen beschäftigt hat und in seinem politischen Denken wenig sensibilisiert ist. Und hier liegt für uns der Knackpunkt.

Es ist weiterhin für uns nicht nachvollziehbar, wie ein Mensch, der die Ereignisse in Chemnitz Ende 2018 hautnah miterlebte, dies ausblenden konnte in einem Stadion, in dessen Fankurve eine Gruppe tonangebend war/ist, die maßgeblich zu den rechten Demonstrationen und den damit verbundenen Hetzjagden auf Menschen aufrief. Daniel Frahn ist sicherlich kein organisierter Neonazi. Es ist jedoch dieses aus der deutschen Geschichte bekannte nicht hinterfragende Mitläufertum, was es auch an ihm weiterhin zu kritisieren gilt. Selbstverantwortliches Handeln ist an dieser Stelle von Daniel Frahn einzufordern. Ein Anfang ist mit dem Versprechen, die Hälfte seiner Punktprämien am Ende der Saison an ein noch mit den Gremien des Vereins und den Fans zu findendes Projekt zu spenden, getan. Die zugesicherte Mitarbeit Daniel Frahns an Projekten des Vereins und der Fans, muss von eben diesen eingefordert werden. Für seine politische Bildung muss Daniel Frahn selbst Sorge tragen. Gerne unterstützen wir ihn dabei. Da er, wie er berichtete, nicht jede Woche ein Buch lesen kann, weil er ja auch Fußball spielen müsse, jedoch auf Social Media unterwegs ist, empfehlen wir für den Anfang das Abonnement einiger Facebook Seiten, die (auch) was mit Fußball zu tun haben: https://www.facebook.com/FUSSBALL.FANS.GEGEN.RECHTS/ , https://www.facebook.com/Fu%C3%9Fballfans-gegen-Homophobie-157992624267679/ , https://www.facebook.com/AntifaschistischerFussball/

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte sich Archibald Horlitz, Vorstandsvorsitzender des SV Babelsberg 03, den Fragen der Fans und Mitglieder.
An dieser Stelle begrüßen wir die Ankündigung des Vorstandes, im April einer Veranstaltung durchzuführen, bei der es um die Werte und die Kommunikation im Verein gehen soll.

Inhaltlich kritikwürdig finden wir die Aussagen von Archibald Horlitz, die auf die Trennung von Sport und Politk im Verein abzielen. Mehrmals betonte Horlitz bei der Veranstaltung, der SV Babelsberg sei in erster Linie ein Sportverein. Horlitz blendet hier die gesellschaftspolitische Bedeutung des Fußballs aus und negiert gleichzeitig das politische Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die das öffentliche Bild des SVB 03 in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten prägten. Zudem forciert Horlitz mit solchen Aussagen weiter die Aufspaltung der Fans und Mitglieder in „politische“ und „sportliche“.
Ergänzend ist anzumerken, dass Herr Horlitz am Anfang der Veranstaltung einforderte, dass es keine öffentliche Berichterstattung über den Abend geben solle und dass alles andere als „Vertrauensbruch“ angesehen würde. Informationen sollten an dem folgenden Montag in einem „Hintergrundgespräch“ mit der Presse gegeben werden. Schon einen Tag nach der Veranstaltung brach Horlitz dieses Vertrauen und stand der MAZ-Online Rede und Antwort und trat mit Daniel Frahn zusammen vor die Kameras von Hauptstadt.tv. In seinen Aussagen wurde sehr deutlich, dass es ihm in dem Treffen mit Fans und Mitglieder nicht um den Austausch ging, sondern darum „Dampf aus der Sache“ abzulassen. Insgesamt ist das Kommunikationsverhalten von Archibald Horlitz sowohl in Social-Media-Kanälen als auch bei der Veranstaltung am vergangenen Donnerstag äußerst kritikwürdig.
Archibald Horlitz hat in den letzten 5-6 Jahren seinen Job gut gemacht und den Verein in finanziell sicheres Fahrwasser geleitet (dafür gilt ihm unser Dank!), Wie er im privaten Gespräch aber selbst einräumte, ist er anscheinend jetzt nicht mehr der Richtige. Es braucht jemanden an der Spitze, der oder die über genug Sensibilität und Kommunikationsfähigkeiten verfügt, um den Verein zusammenzuhalten und eine gemeinsame Vision zu gestalten.

Brigade Konrad Wolf
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Potsdamer03
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 19, 2020 4:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Bei Facebook wurde schon genug über diesen Bericht geschrieben.

Nochmal, Nulldrei ist ein Sportverein und KEINE politische Vereinigung.

Diese komische Brigade ist anscheinend nur mit ewig Gestrigen besetzt.

Gott sei Dank hat die damalige DDR Bevölkerung, diesen Unrechtsstaat DDR überwunden. Dieser Staat der seine Bevölkerung unterdrückt und drangsaliert hat!

Vollzitat entfernt, da für das Verständnis unnötig. Immer dran denken, irgendwann is das Internet voll. mfg ölprinz
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nestbeschmutzer
Teeni-Idol a'la Beckham
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 19, 2020 5:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat


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Forza 03
Turbieni-Fan
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 24, 2020 12:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Politischer Konflikt beim Viertligisten
Wer's glaubt


Wer jetzt noch weiteren Informationsbedarf von der "nicht öffentlichen Veranstaltung" des Vereins zum Thema "Wer Daniel Frahn wirklich ist ..." hat, dem sei der extra lange Artikel von der taz ans Herz gelegt. Offensichtlich saß ein Reporter der taz die ganze Zeit im Publikum und hat fleißig mitgeschrieben. Da hat etwas nicht ganz geklappt mit dem Ausschluss der Medien bei dieser Veranstaltung.
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Bonra
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 24, 2020 1:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Forza 03 hat Folgendes geschrieben:
Politischer Konflikt beim Viertligisten
Wer's glaubt


Wer jetzt noch weiteren Informationsbedarf von der "nicht öffentlichen Veranstaltung" des Vereins zum Thema "Wer Daniel Frahn wirklich ist ..." hat, dem sei der extra lange Artikel von der taz ans Herz gelegt. Offensichtlich saß ein Reporter der taz die ganze Zeit im Publikum und hat fleißig mitgeschrieben. Da hat etwas nicht ganz geklappt mit dem Ausschluss der Medien bei dieser Veranstaltung.


Nicht ganz korrekt. Im TAZ Artikel steht, es gab die nicht öffentliche Veranstaltung und einen Pressetermin. Zweiter Absatz. Das Informationen auch aus dem nicht öffentlichen Termin an die Presse geraten ... wer soll es verhindern. Könnte mir sogar vorstellen, dass es Mitglieder gibt, die bei der TAZ arbeiten. Ist ja ein Medienpartner und es wird jede Woche dort für die Spiele von Nulldrei geworben.
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Bonra

Danke Ehrenamtler!
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Forza 03
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 24, 2020 1:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Bonra hat Folgendes geschrieben:
Forza 03 hat Folgendes geschrieben:
Politischer Konflikt beim Viertligisten
Wer's glaubt


Wer jetzt noch weiteren Informationsbedarf von der "nicht öffentlichen Veranstaltung" des Vereins zum Thema "Wer Daniel Frahn wirklich ist ..." hat, dem sei der extra lange Artikel von der taz ans Herz gelegt. Offensichtlich saß ein Reporter der taz die ganze Zeit im Publikum und hat fleißig mitgeschrieben. Da hat etwas nicht ganz geklappt mit dem Ausschluss der Medien bei dieser Veranstaltung.


Nicht ganz korrekt. Im TAZ Artikel steht, es gab die nicht öffentliche Veranstaltung und einen Pressetermin. Zweiter Absatz. Das Informationen auch aus dem nicht öffentlichen Termin an die Presse geraten ... wer soll es verhindern. Könnte mir sogar vorstellen, dass es Mitglieder gibt, die bei der TAZ arbeiten. Ist ja ein Medienpartner und es wird jede Woche dort für die Spiele von Nulldrei geworben.


Durchaus vorstellbar, dass dieser Journalist von der taz auch Fan und oder Mitglied im Verein ist. So detailliert wie er die Situationen dieser Veranstaltung mit den Fans beschreibt, saß er aber definitiv mit im Publikum. Wenn so etwas eh nicht zu verhindern ist, dann hätte die Veranstaltung aber auch für alle anderen Journalisten zugänglich gemacht werden können. Pressefreiheit sollte selbst bei solchen Veranstaltungen gegeben sein. Es kommt eh wie jetzt in diesem Fall fast alles ans öffentliche Tageslicht. Wozu dann vorher diese kurzfristige Ausladung aller Pressevertreter. Dann sollten alle Journalisten gleiche Rechte erhalten. Wir sind hier ja bei keiner Mitgliederversammlung von Energie Cottbus.
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chrischan
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BeitragVerfasst am: Di Feb 25, 2020 10:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

grundsätzlich kann ich der idee, die beiden veranstaltungen zielgruppenspezifisch zu trennen, ja sogar folgen. auch wäre es in meinen augen hilfreich gewesen, die protagonisten im podium, aber vor allem auch die hinterfragenden selbst, ein wenig in ihrer persönlichkeit zu schützen und nicht jedes artikulierte detail raumübegreifend nachlesbar zu machen. die gründe kann sich bitte jeder selbst ausmalen.

dafür hätte es aber gereicht, offenkundigen pressevertretern einfach bzgl. eventueller nachfragen den folgetermin in erinnerung zu rufen, statt sie als unerwünschte gäste auszurufen.

die praktizierte art der "ausladung" hat dann aber eine ganz andere wahrnehmung erzeugt und zwangsläufig das interesse an kleinteiligem inhalt des abends nochmals geschürt. naja und wenn dann genau derjenige, der anfangs noch für die pressevertreibung um verständnis ersucht, einer der ersten ist, der öffentlich über die veranstaltung sinniert - zumal auch noch mit einer äußerst exklusiv empfundenen einschätzung - dann will sich eventuell auch manch anderer nicht mehr so extrem an die erbetene zurückhaltung gebunden fühlen.

süßer die kirschen nie schmeckten...

so irgendwie kann ich mich des eindrucks im moment nicht erwehren, dass auf der suche nach auswegen und hilfsmitteln jede gefundene option so dermaßen umgehend als heilbringender rettungsanker verkannt wird, dass man hernach die detaillierte ausstrukturierung komplett vernachlässigt.

dabei geht leider gerade aber so richtig viel kaputt.
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ich will auch eine mupfel, wawa.
komm und lass uns eine mupfel für mich suchen.
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Forza 03
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BeitragVerfasst am: Mo März 02, 2020 5:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nähe zur rechten Szene: Sobotzik glaubt Frahn nicht

Zitat:
Der ehemalige Geschäftsführer des Chemnitzer FC, Thomas Sobotzik, hat Zweifel an den Erklärungen des umstrittenen Fußballprofis Daniel Frahn über dessen angebliche Nähe zu Rechtsextremisten geäußert.

Gerade Frahn "wusste genau, mit wem er da abhängt", sagte Sobotzik dem "Kicker". Das seien langjährige Verbindungen, auf die ihn die Polizei bereits 2018 aufmerksam gemacht habe.


Zitat:
Die Verantwortlichen hätten schon vor den Vorfällen mit Frahn mehrfach sehr intensiv über die Problematik gesprochen, erklärte Sobotzik. Der 45-Jährige kritisierte, er habe von Frahn bis heute keine Entschuldigung gegenüber dem Verein und seiner eigenen Mannschaft gehört. "Was so eine halbseidene, nach einem halben Jahr ausgesprochene Rechtfertigung wert ist, soll jeder selbst entscheiden", sagte der heutige Geschäftsführer der Kickers Offenbach.

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