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Entwicklung der Zuschauerzahlen oder Wofür steht Nulldrei
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Bonra
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BeitragVerfasst am: Do Sep 06, 2018 8:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

14482er hat Folgendes geschrieben:
ich finde es positiv, das eine zuschauerzahl von 1800 als positiv eingenordet wird, denn alles andere Wunschdenken ist grober unfug. eigentlich wissen wir ja wo wir herkommen. Sind wir zufrieden, was wir haben, können wir stolz sein. mehr geht immer Shocked


Ich denke jeder kann auch ein wenig selbst mit helfen und ein wenig Werbung (Teilen) machen in den sozialen Medien. Smile
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Fußballgott
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 07, 2018 5:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich pack es mal hier rein.


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Quelle: Facebook Gruppe Norkurve Babelsberg

Anbei ein Aufruf verschiedener Gruppen, den wir an dieser Stelle dokumentieren wollen:

"Liebe Fans unseres Sportvereins,

in den letzten Jahren hat in der Fanszene bzgl. der Mitgliedschaft in unserem Verein etwas der Schlendrian Einzug gehalten. In den Zeiten ständig drohender Insolvenz, in Verbindung mit fragwürdigen handelnden Personen im Verein war es selbstverständlich, als im Stadion aktiver Fan auch gleichzeitig Vereinsmitglied zu sein. Leider ist es heute scheinbar keine Selbstverständlichkeit mehr, als aktiver Fan auch Vereinsmitglied zu sein. Dem gilt es aus unserer Sicht entgegen zu wirken! Die unterzeichnenden Gruppen haben daher gemeinsam entschieden, geschlossen in den Verein einzutreten und wollen hiermit alle (aktiven) Fans motivieren es uns gleichzutun.

Natürlich konnten wir alle beobachten, dass es unserem Verein finanziell zumindest etwas besser geht und auch die Führung nicht kopflos durch die Gegend läuft. Dennoch ist eine Vereinsmitgliedschaft der Fanszene wichtig! Nur so können wir auch in Zukunft unseren Anliegen auf Vereinsebene eine Stimme geben und den Verein, nicht nur aus der Kurve heraus, aktiv mitgestalten. Des Weiteren können wir so auch einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, die finanzielle Situation unseres Vereins weiter zu verbessern. Auf der letzten Mitgliederversammlung hat der Verein vage Umstrukturierungen der vorhandenen Gremien, inklusive Satzungsänderung, ins Spiel gebracht. Diesen Prozess gilt es genau zu beobachten, um gegebenenfalls kritisch unsere Stimme erheben zu können. Dies ist uns aber nur möglich, wenn wir in Zukunft auch im Verein wieder als große Fraktion auftreten können. Daher an alle, denen unser Verein genauso am Herzen liegt wie uns:

WERDET MITGLIED UNSERES GELIEBTEN SPORTVEREINS!

Um es euch besonders leicht zu machen, werden wir Samstag die ersten Anträge für euch mitbringen und dann bei den kommenden Heimspielen Anträge am Stand hinter der Gegengerade haben!

Avanti Babelsberg!
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Brigade Konrad Wolf
Brigata Amaranto
Filmstadt Inferno 99
La Coppola
Scortesi
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Welkawès
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"Wenn es läuft, dann versteht man sich umso besser. Ich denke, deshalb läuft's auch"
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Bonra
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Anmeldedatum: 10.08.2004
Beiträge: 1080

BeitragVerfasst am: Di Okt 16, 2018 8:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich glaube Nulldrei steckt mittlerweile schon in einer mittelschweren Image-Krise, was in dieser Saison schon deutlich an den Zuschauerzahlen abzulesen ist. Dafür kann der Verein aus meiner Sicht nur bedingt etwas.

Von Seiten des Vereins finde ich das Auftreten grundsätzlich oft zu schlafmützig (kann es nicht so richtig greifbar in Worte fassen), in Bezug auf Ambitionen wird sich halt oft gar nicht geäußert oder immer noch von der schwierigen Situation und der realistischen Planung gesprochen. Wenig bis gar nicht aber darüber, wo man mit dem Verein hin möchte in den nächsten 2,3 ... 5 Jahren. Das fehlt mir als Fan und man denkt oft, jedes Jahr der selbe trott und das Spiel um die goldene Ananas. Auf der anderen Seite finde ich es richtig und wichtig eben so realistisch zu planen und es wurde in Sachen Entschuldung auch viel erreicht. Aber im Hinblick zu dem Thema, hätte ich im Anschluss mehr erwartet, d.h. Entschuldung erreicht, Verein steht auf stabiler Basis ... und nun?
Ich glaube das vielen Fans so ein wenig die Perspektive fehlt und es sich mittlerweile ein Trott eingeschliffen hat, kommste heut nicht, kommste morgen, auch im Bezug zum "ins Stadion gehen". Zudem gibt es mittlerweile auch viel Konkurrenz anderer Sportarten. In Potsdam ist Nulldrei aus meiner Sicht zu wenig präsent, es gibt viele gute Aktionen (z.B. Nulldrei in Schulen oder Kitas), aber insgesamt im Stadtbild findet man den Verein kaum wieder. Sicher ein Problem auch mangelndes Budget dafür.

Auf der anderen Seite, und das meine ich eher mit Image-Krise, sehe ich den Wandel, der Sich durch die Ausschreitungen, nicht nur im Pokalspiel, ereignet hat und Nulldrei dadurch mittlerweile von vielen nur noch als Chaotenverein gesehen wird. Auch die Berichterstattung ist mittlerweile weniger differenziert, wenn wieder einmal etwas passiert. Bsp. der Angriff aufs Nowawes, im sozialen Netz wird da oft nur noch zusammengeworfen, es war Fußball und es ist wieder etwas passiert = Nulldrei Chaoten. Die breite Masse schaut nicht danach was und wer genau da was getan hat und das färbt extrem auf das Bild über Nulldrei ab. Da wurde aus meiner Sicht, gerade mit dem Pokalspiel und den Ausschreitungen aus dem Babelsberger Block sehr viel mehr kaputtgemacht, als man sich gedacht hat und die Quittung sieht man jetzt mehr und mehr. Früher wurde man viel mehr auch als Familienfreundlicher Verein gesehen, aber ehrlich, welche nicht eingefleischte Fan geht den mit seiner Family noch zum Fußball, wenn er solche Bilder oder Berichte ließt?

Das schlimme ist, diese Abwärtsspirale bzgl. Image geht mit jedem Vorfall weiter und aktuell sehe ich auch nichts, womit man wirklich gegensteuern kann. Die vielen positiven Dinge, die Nulldrei leistet und wofür der Verein steht, werden einfach kaum gesehen und sind mit jedem neuen Vorfall wieder vergessen.

Ich denke hier muss in irgendeiner Form eine breite Fan-Masse den Verein auch ein wenig neu erfinden und neue Wege bestreiten, um sich neu aufzustellen. Ich bin aktuell aber noch etwas ratlos, wie man sich da herausarbeiten kann. Sportlicher Erfolg ist sicher ein wichtiger Punkt, der das Interesse wieder wecken und solch einen Prozess auch fördern kann, aber ich denke im Gesamtkontext ist dies erst einmal nebensächlich.
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Bonra

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grammofon
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 17, 2018 4:17 am    Titel: Antworten mit Zitat

Bonra hat Folgendes geschrieben:
Ich denke hier muss in irgendeiner Form eine breite Fan-Masse den Verein auch ein wenig neu erfinden und neue Wege bestreiten, um sich neu aufzustellen. Ich bin aktuell aber noch etwas ratlos, wie man sich da herausarbeiten kann. Sportlicher Erfolg ist sicher ein wichtiger Punkt, der das Interesse wieder wecken und solch einen Prozess auch fördern kann, aber ich denke im Gesamtkontext ist dies erst einmal nebensächlich.


Dem kann ich nur zustimmen. Sportlich ist es mir persönlich egal ob wir Regionalliga spielen oder Bundesliga (ne, stimmt nicht, mir ist die Regionalliga viel lieber!) Viel wichtiger ist das Klima, das im Stadion herrscht. Das Image als linksalternativer Verein, der aber auch friedlich und familienfreundlich ist, wird nur mit der Zeit wieder so herzustellen sein. Sicher war das jetzt erreichte Image von keinem so gewollt, wird aber von den Medien und in den sozialen Netzwerken für einige Zeit weiter so verbreitet werden. Möge das für alle eine Lektion in Sachen Image-Management im 21. Jahrhundert sein.

So langsam ist das Thema jetzt aber auch ausgereizt. Ich hoffe mal, es haben inzwischen alle mitbekommen, was da alles kaputt gemacht wurde. Jetzt weiter darauf rumzureiten hilft auch keinem. Vonseiten der Fangruppen scheint da ja einiges an Aufarbeitung geleistet zu werden. Das ist auch das Beste, was man sich erhoffen konnte. Wenn es jetzt so weitergeht, dann werden bald auch wieder die ganzen positiven Sachen, die der Verein und die Fans machen, in den Medien den Vorrang haben.

Die Frage ob man da vonseiten der Fans eine gezielte Kampagne aufziehen könnte, von wegen "wir sind friedlich" oder so ähnlich, ist aber tatsächlich eine interessante...
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Martin
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 27, 2018 10:21 am    Titel: Antworten mit Zitat

Martin hat Folgendes geschrieben:


[...]

Und für mehr Zuschauer gibt es m.E. zwei Dinge, die mittelfristig helfen würden:

[...]

2. Und das möchten viele jetzt sicher nicht hören: Der Umzug der Nordkurve in den O-Block.
Ich gehe seit 1995 zu 03 und stehe in der Nordkurve. Aber für den Umzug gibt m.E. zwei entscheidende Gründe:

a) Bessere Stimmung
Durch das Dach gibt es einen Schalleffekt, der auch bei wenigen Mitsingern für einen lauten Support sorgt. Derzeit ist es so, dass man uns außerhalb der Nordkurve, insbesondere entlang der Gegengerade, aufgrund der Akustik nicht bzw. schlecht hört, sondern fast nur die Gästefans. Vom O-Block aus würden sich die Gesänge im gesamten Stadion verbreiten.
Ein lauter Support animiert dann noch mehr Leute, mitzusingen. Ein Teufelskreislauf im positiven Sinne.
Außerdem lässt es sich im O-Block besser vorsingen, da mehr Leute hintereinander stehen. Auch das sorgt für mehr Mitsinger und bessere Stimmung.
Auch die Akustik im Sinne der Verteilung der Schallwellen im ganzen Stadion ist vom O-Block aus deutlich besser. In der Nordkurve gehen die Schallwellen nach vorne, weshalb man uns auf dem Rest der Gegengeraden kaum hört. Vom Block O aus sollten wir bei gleicher Lautstärke auf der Gegengeraden deutlich besser zu hören sein als jetzt.

Durch die bessere Stimmung würden die Leute irgendwann anfangen, einen Stadionbesuch auch nur deshalb, also nicht nur wegen der Mannschaft, in Erwägung zu ziehen.


b) Weniger Ausschreitungen
Sind wir mal ehrlich. Viele Ausschreitungen in den letzten Jahren (Lok Leipzig, Cottbus etc.) werden auch durch die Nähe der Fangruppen begünstigt.
Ich denke durch den O-Block würde dies deutlich abnehmen.

Weniger Ausschreitungen heißt auch mehr Zuschauer. Derzeit ist es doch so, dass einige Zuschauer sich sagen, dass man zu 03 nicht mehr gehen könne, weil bei Hochsicherheitsspielen ja eh nur Ausschreitungen drohen würden. Sagt mittlerweile ein Großteil meines Freundeskreises.


Also: Warum den Umzug nicht nochmal neu angehen?


Ich weiß, dass jetzt einige Kommentare kommen werden "Die Diskussion hatten wir schon. Thema erledigt. Setzen. Sechs.", aber ich würde mir eine ernsthafte Diskussion wünschen.


Martin S. (Vereinsmitglied)"



Meine Gebete wurden erhört. Das war gestern richtig Klasse! Es sind im Laufe des Spiels immer mehr Leute in den O-Block gegangen. Es war richtig laut und auch auf der Gegengeraden laut zu hören.

Bitte unbedingt weiter beibehalten! Ich vermute, dass es zunächst erst einmal eine Aktion aufgrund eines Streits innerhalb der Fangruppen war, aber ich hoffe, dass die Ultras das Potential dieses neuen Standortes erkennen und nicht einfach wieder zurückziehen.

Wenn ihr am Samstag auch dort steht, habt ihr mind. 2 Supporter mehr. Mein Kumpel und ich stellen uns dazu und werden mitsupporten, was das Zeug hält!
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Forza 03
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 27, 2018 10:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Filmstadt-Inferno-verlaesst-wegen-Konflikt-die-Nordkurve&folder=sites&site=news_detail&news_id=19196
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http://www.klubkasse.de/klub-page.html?club_id=49
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Tommi Ohrner
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Beiträge: 1742

BeitragVerfasst am: So Okt 28, 2018 5:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Underdogs Babelsberg hat Folgendes geschrieben:
Liebe Nulldreier,

wir wollen eine Gruppe sein, die mit ihrem Support im Stadion und ihren Choregraphien auf sich aufmerksam macht und nicht mit Stellungnahmen. Daher haben wir es bisher vorgezogen, den persönlichen Weg zu gehen, um den Konflikt, der uns aufgezwungen wird, zu lösen. In dieser besonderen Situation für unsere Fanszene erachten wir es allerdings als nötig, uns auf diesem Weg zu äußern.

Mit ständig wechselnden Gründen und ohne ernsthafte, vorherige Versuche, über klärende Gespräche die Situation ohne weitere Eskalationsschritte zu klären, wurde durch das Filmstadtinferno versucht, uns aus der Nordkurve zu verdrängen. Wir haben von vornherein gesagt, dass wir nicht dort bleiben werden, wo wir nicht erwünscht sind. Dazu bedürfte es jedoch eines Votums aller regelmäßigen Kurvengänger. Wir haben registriert, dass einige, teils seit langer Zeit inaktive Gruppen unseren Rauswurf unterstützten. Gleichzeitig erfuhren wir jedoch Solidarität von Fanclubs und unorganisierten Personen. Weitere Fanclubs entschieden sich, den Rauswurf nicht aktiv zu unterstützen. Damit ist für uns weiterhin klar, dass wir uns nicht Drohungen oder dem Faustrecht beugen werden.

Viele der Vorwürfe gegen uns erscheinen uns vorgeschoben. Gewaltaffinität? Angesichts der Tatsache, dass allein aus den letzten Wochen zahlreiche, in keiner Weise durch die Fanszene sanktionierte gewalttätige Aktionen bzw. Gewaltandrohungen durch das Filmstadtinferno stattfanden und wir uns kein einziges Mal zu einer Antwort auf der gleichen Ebene haben hinreißen lassen, erscheint uns der Vorwurf heuchlerisch. So war es ein Führungsmitglied des Filmstadtinferno, das beim Auswärtsspiel gegen Lok Leipzig einen weiblichen Fan auf den Boden des Gästeblocks beförderte. Scortesi, die ankündigten, uns zur Not mit Gewalt von unserem angestammten Platz in der Nordkurve zu verdrängen (der euphemistisch benannte „Platzwechsel“), sowie das Filmstadtinferno, welches sich zwar einer direkten Konfrontation scheute, wohl aber unsere Zaunfahne abzuhängen gedachte, sollten wir unseren Platz nicht räumen. Dies werten wir als Angriff auf unsere Gruppe. Hinzu kommt eine Situation beim Auswärtsspiel in Neugersdorf, als ein Gast des Filmstadtinfernos wegen eines Stickers (!) auf ein Mitglied unserer Jugendgruppe los ging und ganz unmackerhaft „Macht euch grade, ihr Bastarde!“ brüllte sowie einen Angriff nach dem Spiel ankündigte.

Nicht unerwähnt bleiben soll der gescheiterte Versuch des Filmstadtinferno, eine Spaltung zwischen uns und unserer Jugendgruppe „Junge Ultras Babelsberg“ herbei zu führen, indem am Vorabend des Spiels gegen Hertha II, JUB telefonisch mitgeteilt wurde, weiterhin am angestammten Platz bleiben zu können und der „Platzwechsel“ lediglich für die Underdogs gelte.

Uns wurde ebenfalls vorgeworfen, uns vom Rest der Fanszene zu sehr abzukapseln. Diese Ansicht können wir verstehen und gerade nach einem ersten Treffen nach der versuchten Verdrängung sowie einem Treffen mit allen Fans haben wir unser Verhalten diesbezüglich geändert. Beispielsweise wurde nun auf dem Nordkurvenplenum versucht, Busfahrten sowie Anreisen zu Auswärtsfahrten zu koordinieren. Als Ergebnis unseres Schritts in Richtung Fanszene, wurde uns zum nächsten Auswärtsspiel erneut mit „Konsequenzen“ gedroht, sollten wir versuchen, uns am Support zu beteiligen. Zudem wurde vom Großteil der Auswärtsfahrer, unter Führung des FI, bewusst eine andere Anreise als die unsere gewählt.

Der aktuellste und anscheinend nun wichtigste Vorwurf ist, dass wir dem Filmstadtinferno die Existenzberechtigung absprächen. Ein Satz eines einzelnen Gruppenmitgliedes wird in dieser Richtung interpretiert, trotz langwieriger Erklärungen, wie dieser gemeint war. Statt auf (von uns so wahrgenommenen) Fehlern oder Niederlagen anderer Gruppen herumzureiten, stand für uns das Wohl der Fanszene im Vordergrund. So auch bei den Fahnenverlusten an Zwickau. Auch, wenn wir zum Ausdruck gebracht haben, dass uns die Tatsache, dass auf diese keine Reaktion erfolgte, nicht schmeckt.

Die aktuelle Spaltung der Kurve sowie die allen Menschen in der Kurve aufgezwungene Entscheidung, sich für eine der beiden Konfliktparteien zu entscheiden, sehen wir äußerst kritisch. Der Verein ist immer noch in großen finanziellen Schwierigkeiten, die Aussicht auf einen Aufstieg ist dadurch äußerst gering. Schwindende Zuschauerzahlen und eine geringe Wahrnehmbarkeit in der Stadt, geschweige denn der Region, verschlimmern beide Probleme. Was der Verein braucht, ist eine geschlossene Fanszene, die sich trotz leicht unterschiedlicher Ansichten zum Fandasein diesen Problemen widmet. Wichtige Projekte unserer Gruppe liegen aufgrund der Aufmerksamkeit, die der Konflikt erfordert, entweder brach oder sind verzögert. Bei anderen Gruppen sieht es nicht besser aus.

Es kann nicht der Anspruch der Fanszene sein, eine Spaltung voranzutreiben, weil einem die Meinung oder Mentalität einer Gruppe nicht passt. Aufgrund der Abneigung uns und dem wofür unsere Gruppe steht gegenüber, befinden wir uns nun an jenem Punkt, an welchem wir den vierten internen Konflikt zweier Babelsberger Gruppen mit Beteiligung des FI binnen zehn Jahren führen. Ist es wirklich immer so, dass die jeweils neue Gruppe die Alleinschuld trägt, weil diese sich jeweils nicht mit dem Status Quo abgefunden hat und die Fanszene, auf unterschiedlichen Ebenen voran bringen wollte, oder spielt hier auch ein gehöriges Maß gekränkter Stolz und Machtdenken eine entscheidende Rolle?

Diesem Machtspiel haben wir uns bewusst entzogen, auch als wir am vergangenen Donnerstag noch einmal vom FI kontaktiert und gebeten wurden, die Nordkurve zu verlassen. In diesem Atemzug wurde uns nahegelegt, entsprechend unserer Stellung innerhalb der Fanszene zu handeln. Dies haben wir getan! Die Mitglieder unserer Gruppe, insbesondere die Gründungsmitglieder, stehen seit unzähligen Jahren in der Nordkurve, haben Auf- und Abstiege miterlebt und sind zahlreich mit Personen aus der Kurve auch außerhalb des Fußballs sehr gut befreundet. Trotz aller unterschiedlicher Meinungen zu Themen wie Lokalpatriotismus oder Gewaltbereitschaft wollen wir einen respektvollen Umgang mit allen Babelsberg 03-Fans führen. Dass uns nun, mitunter von Personen die erst seit äußerst kurzer Zeit überhaupt aktiv am Kurvengeschehen teilnehmen, gesagt wird, dass wir kein Teil der Nordkurve mehr sind, hat uns zu dem Schritt bewogen, eben jene nicht zu verlassen und unseren Platz am vergangen Freitag nicht einfach aufzugeben.

Natürlich ist uns ebenfalls bewusst, dass es beim ausleben unserer Vorstellung von Ultra und Fankultur Grenzen gibt. Der Kurvenkodex, an dem wir mitgearbeitet und den wir unterschrieben haben und den alle Interessierten in die Hand kriegen können, legt diese Grenzen fest. Anders als anderen Gruppen sind uns keine schwerwiegenden Verstöße gegen ihn – schon gar nicht auf der Ebene der Gewalt – vorzuwerfen. Im Gegenteil, wir haben ihn auch in Punkten durchgesetzt, die für uns zugegebenermaßen keine große Relevanz haben und werden dies weiterhin tun.

Nachdem die Forderung des Rauswurfs aus der Kurve uns erreicht hat, haben wir zahlreiche Gespräche geführt, uns mit Gruppen aus der Nordkurve getroffen sowie das Filmstadtinferno zu einem weiteren Klärungsgespräch eingeladen. Dieses wurde ausgeschlagen, das Angebot besteht jedoch weiterhin. Wir sehen Kommunikation und Kompromissbereitschaft jedoch weiterhin als den richtigen Weg und sind daran interessiert, den Konflikt aus der Welt zu schaffen.

Underdogs Babelsberg, Oktober 2018


http://underdogs-babelsberg.de/2018/10/568/
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Fairclough
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BeitragVerfasst am: So Okt 28, 2018 5:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tommi Ohrner hat Folgendes geschrieben:
Trotz aller unterschiedlicher Meinungen zu Themen wie Lokalpatriotismus oder Gewaltbereitschaft...


Der eine Halbsatz, der doch alles sagt...
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Forza 03
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 29, 2018 11:16 am    Titel: Antworten mit Zitat

Fairclough hat Folgendes geschrieben:
Tommi Ohrner hat Folgendes geschrieben:
Trotz aller unterschiedlicher Meinungen zu Themen wie Lokalpatriotismus oder Gewaltbereitschaft...


Der eine Halbsatz, der doch alles sagt...


Also alle Babelsberger Ultragruppen sollten langsam echt mal in sich gehen wie es mit Ihrer Gruppe überhaupt weiter gehen soll. Wieso jeder Einzelne Nulldreifan geworden und sich einer bestimmten Gruppe angeschlossen hat. Und vor allem wie haben sich die Werte der jeweiligen Gruppe zum positiven wie negativen gewandelt.

Wieso nicht auch bestimmte Ultragruppen auch einfach ohne jede große Abschlussaktion mit Pyrotechnik und Co. auflösen. Aber dafür ist ja das Ego vieler Gruppen wahrscheinlich zu groß. Die deutsche Ultrakultur steht ohnehin bereits am Abgrund.

Es scheint ja in Babelsberg bereits einen jahrelangen sinnlosen Machtkampf unter den Ultragruppen zu geben. Die Abschottung der Ultras von normalen und durchaus supporientierten Zuschauern führt mittlerweile zu einer Situation, dass keiner mehr weiß mit was für Leuten, die gegebenenfalls aktuell andere aktive Fußballfans bedrohen und verdrängen wollen, er in Kurve supportet.

Aus diesem Grund sollten es alle außenstehenden Nulldreifans bestmöglich auf situativen Support der Mannschaft belassen und mit keiner Ultrsgruppierung gemeinsam singen. Da ist viel Öffentlichkeitsarbeit der Ultras hinsichtlich der Werte und Verurteilungen gegenüber anderen Gruppen notwendig. Außenstehende können sich da kein echtes Bild von machen.

Mit öffentlich geäußerter Selbstkritik tun sich ja eigentlich alle Ultragruppen sehr schwer. Auf die gepflegte Opferrolle der Ultras nach Fehlverhalten haben die spielorientierten Stadionbesucher aber keine Lust mehr.
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zündi
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 29, 2018 11:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Underdogs Babelsberg hat Folgendes geschrieben:
Liebe Nulldreier,

wir wollen eine Gruppe sein, die mit ihrem Support im Stadion und ihren Choregraphien auf sich aufmerksam macht und nicht mit Stellungnahmen. ...


Und am Freitag habt ihr gestreikt oder welchen Grund gab es dafür, dass ihr auf Support verzichtet habt?

Ich hätte gern das FI wieder in der Kurve.
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grammofon
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 29, 2018 7:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Forza 03 hat Folgendes geschrieben:
Aus diesem Grund sollten es alle außenstehenden Nulldreifans bestmöglich auf situativen Support der Mannschaft belassen und mit keiner Ultrsgruppierung gemeinsam singen. Da ist viel Öffentlichkeitsarbeit der Ultras hinsichtlich der Werte und Verurteilungen gegenüber anderen Gruppen notwendig. Außenstehende können sich da kein echtes Bild von machen.


Da hast du glaube ich einiges falsch verstanden. Als support-orientierter Fan, der regelmäßig in der NK steht und gerne mitsingt, kann ich es nur begrüßen, dass einige Gruppen sich jetzt klar gegen gewisse Einstellungen einiger anderer Gruppen bzgl. "Lokalpatriotismus und Gewaltbereitschaft" positionieren und dies auch versuchen, im Stadion durchzusetzen. Als Außenstehender blicke ich da natürlich auch nicht überall durch und ich kann nur hoffen, dass eine gute Lösung gefunden wird. Bis das passiert werde ich gerne weiter mit dem FI singen, von mir aus auch gerne im O-Block.
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Forza 03
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 29, 2018 8:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

grammofon hat Folgendes geschrieben:
Forza 03 hat Folgendes geschrieben:
Aus diesem Grund sollten es alle außenstehenden Nulldreifans bestmöglich auf situativen Support der Mannschaft belassen und mit keiner Ultrsgruppierung gemeinsam singen. Da ist viel Öffentlichkeitsarbeit der Ultras hinsichtlich der Werte und Verurteilungen gegenüber anderen Gruppen notwendig. Außenstehende können sich da kein echtes Bild von machen.


Da hast du glaube ich einiges falsch verstanden. Als support-orientierter Fan, der regelmäßig in der NK steht und gerne mitsingt, kann ich es nur begrüßen, dass einige Gruppen sich jetzt klar gegen gewisse Einstellungen einiger anderer Gruppen bzgl. "Lokalpatriotismus und Gewaltbereitschaft" positionieren und dies auch versuchen, im Stadion durchzusetzen. Als Außenstehender blicke ich da natürlich auch nicht überall durch und ich kann nur hoffen, dass eine gute Lösung gefunden wird. Bis das passiert werde ich gerne weiter mit dem FI singen, von mir aus auch gerne im O-Block.


Nein die Ultras haben es überhaupt nicht verstanden den aktuellen Konflikt transparent darzustellen. Wo wird denn der ominöse toll erarbeitete Verhaltenskodex mal für alle Nulldreier veröffentlicht??? Wieso dieser überhaupt nötig ist, ist mir immer noch schleierhaft. Da stehen doch eh nur Dinge drin, die für jeden Babelsberger Fußballanhänger eine absolute Selbstverständlichkeit sein sollten.

Was genau wird denn beim Nordkurvenplenum besprochen? Auch da ist absolut keine Transparenz für alle nicht organisierten Fans zu erkennen. Hier wird von den Ultras immer und immer wieder sehr viel Verständnis für irgendwelche Aktionen erwartet. Eine echte Öffnung in die Mitte der Gesellschaft findet nicht statt.

Wieso stellen die Ultragruppen nicht in den nächsten zwei, drei Stadionheften ihre Positionen mal detailiert dar. Eventuell kann dann jeder Zuschauer direkt das schwarze Schaf erkennen. Mit dem Ultraunfug wird sich auch da von den normalen Zuschauern abgegrenzt.

Somit kann keiner den Konflikt vollständig erfassen und objektiv beurteilen wer inwieweit unrechte Dinge tut. Somit werde ich mich auch keiner der beiden Gruppen beim Support anschließen.
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Romanzotti
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BeitragVerfasst am: Di Okt 30, 2018 12:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Udos hat Folgendes geschrieben:
Der Kurvenkodex [...] den alle Interessierten in die Hand kriegen können [...]

Forza 03 hat Folgendes geschrieben:
Wo wird denn der ominöse toll erarbeitete Verhaltenskodex mal für alle Nulldreier veröffentlicht???


Vermutlich finden sich hier noch mehr "Interessierte".
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