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Landespokal
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Forza 03
Vorbericht-Leser
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Beiträge: 666

BeitragVerfasst am: Mi Jun 06, 2018 8:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also sorry Fanbeirat. Aber der Meinung vom Ölprinz schließt sich sicherlich ein Großteil der aktiven Fanszene und der rein sportlich orientieren Stadionbesucher voll an. Alles was jetzt noch an offizieller endgültiger Stellungnahme kommt geht doch jetzt kurz vor der WM voll unter.

Da hätte eine viel schnellere und von den Worten her noch deutlich konsequentere Abgrenzung zu diesem Mob kommen müssen. Ich hoffe es lag nicht an persönlichen Bedrohungen diesen geistigen Tiefpunkt der letzten 10 Jahre klar zu verurteilen. Auch wenn ich die Arbeit dieser Leute nicht schlecht reden möchte und hoffe sie bringen sich auch weiterhin für die Fanszene und den Verein ein.
_________________
http://www.klubkasse.de/klub-page.html?club_id=49
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sante`
Bei-UFFTA-Stehenbleiber
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Beiträge: 114
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2018 10:22 am    Titel: Antworten mit Zitat

sante` hat Folgendes geschrieben:
fichte hat Folgendes geschrieben:
ölprinz hat Folgendes geschrieben:
Fanbeirat hat Folgendes geschrieben:
Wie und warum es dazu kam, muss innerhalb der Fanszene schnellstmöglich, aber auch sorgfältig aufgearbeitet werden. Eine detaillierte und klar wertende Stellungnahme wird daher ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden uns dazu nach einem kurzfristigen internen Treffen in den nächsten Tagen oder Wochen genauer äußern.

Wann kann man denn ungefähr damit rechnen?

in den nächsten Tagen oder Wochen
Oder anders gefragt, was dauert denn daran so lange?
Muss man sich in Babelsberg wirklich erst mühsam verständigen, wo die roten Linien liegen, die beim Finale zweifellos überschritten wurden?
Wurden rote Linien überschritten?
Ist es wirklich so schwer, erstmal um Entschuldigung für die Vorfälle zu bitten?
Ja
Bei der Mannschaft, deren Leistung im Pokal nicht angemessen gewürdigt werden konnte?
Die Niederlage gegen die Cottbuser B-Mannschaft?
Bei Alme, der sich wie wohl kaum ein anderer Trainer stets hinter die (auch politischen) Aktivitäten der Fans gestellt hat?
Wann und wo?
Bei Chrischan, der jetzt seine Bemühungen um entspannte Verbands- und Polizeiaktivitäten so richtig um die Ohren kriegen wird?
Wie in Luckenwalde, wo er solidarische Fans mit Lügen zur Abreise bewegen wollte?
Bei Steve, dem beim Klinkenputzen für den Verein so langsam die Argumente ausgehen?
Ich könnt noch so viele nennen, die sich größtenteils für umme den Allerwertesten aufreissen, damit in Babelsberg weiter Fussball auf und mit einem gewissen Niveau gespielt werden kann und all denen wurde schlicht und ergreifend ins Kreuz getreten.
Ich habe nix gegen seriöse Aufarbeitung aber für gewisse Fragen (auch des Stils) braucht man keine zehn Plenen.
Da gehen die Meinungen wohl auseinander.


Dumm. Einfach nur dumm...!

Durch den Vertreter des Fanbeirates wurde am Montag beim Treffen im Karli die Veröffentlichung einer umfassenden Stellungnahme noch am Montag, bzw. am Dienstag (also gestern) avisiert.


Die Verzögerung liegt offenbar an:
https://babelsberg03.de/blog/2018/06/07/offener-brief-an-den-fanbeirat-babelsberg/
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Potsdamer03
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2018 10:23 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hoffentlich greift der Verein durch.
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Fußballgott
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2018 11:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

tja, der Fanbereit steht da wohl zwischen den Stühlen und laviert deshalb ein bißchen rum. Ich habs ja vor zwei Wochen noch halbwegs verstanden, dass er sich erstmal sortieren und aufarbeiten wollte. Aber es wird wirklich mal Zeit,klar Stellung zu beziehen, auch und gerade in Richtung des eigenen Klientels, also der Fans in der NK. Bei so einer Zäsur wie sie das Pokalfinale darstellte, hätte ich ohnehin an sofortige Treffen und Stellungnahmen gedacht.
Sonst wird es weiter die diversen Relativierer geben, die in den letzten 2-3 Wochen schon wieder mit dem Finger auf Cottbus zeigten (so wichtig das Anprangern der dortigen Verhältnisse auch ist) statt zunächst mal sich selbst zu hinterfragen.

Und was fichtes Aussage zu Luckenwalde angeht … Ich wollte das Thema eigentlich nie wieder aufmachen, schon aus Respekt vor den Opfern der Polizeigewalt an dem Tag damals.
Aber wenn man jetzt hier wieder einzelne Funktionäre für das damalige Geschehen angreift, kann ich ja vielleicht doch nochmal Ursachenforschung für das betreiben, was bei uns seit längerem schief läuft. Denn ich bin nicht der Einzige, dem martialisches Auftreten in Kleidung und Gestik damals in Luckenwalde aufgefallen waren, vor und nach der Polizeigewalt. Teile der gleichen Attitüde (sogar die selben zweideutigen Shirts und andere aber ähnliche zweideutige Transpis) hab ich dieses Jahr dann wieder vernommen. Es ist eine "Kultur" eingerissen in der Fanszene, die früher beginnt als bei den Böllerwürfen auf andere Menschen oder unseren Rasen im KarLi.


Ganz davon abgesehen gehts dem ölprinz einfach nur mal um klare und schnelle Aussagen des Fanbeirats. Es geht nicht um eine Vorverurteilung einzelner Personen und Gruppen, jedenfalls mir nicht. Es geht um ein klares Bekenntnis zu unserem Verein und dessen Werte, und vor allen ein glasklares Signal an die Fans. Da darf sich niemand raus relativieren. Ich hab nichts gegen sozialpädagogische Ansätze. Bin ein großer Freund davon. Aber klare Ansagen sind gerade in dem Alter der Kids mal ganz hilfreich. Muss ja nicht dazu führen, einzelne Personen anzuzeigen. Es geht mir ums Signal, damit endlich mal Schluss mit diesem Mackergehabe und Aggressivität bei Heim - und offenbar noch stärker Auswärtsspielen ist.

Den Frust in der oft ehrenamtlichen Vereinsführung, wenn man sich Monate und Jahre aus der schwierigen finanziellen und öffentlichwirksamen Lage des Vereins mühsam befreien konnte, dann durch solche Volltrottel kaputtgemacht zu sehen, weil einem echt die Argumente gegenüber Sponsoren, der Politik und Medienvertretern ausgehen, den kann ich mehr als gut nachvollziehen. Wer irgendwas von dem noch relativiert, was da beim Finale passiert ist, sollte sich mal wenigstens etwas in die handelnden Personen an der Vereinsspitze reinversetzen.
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ölprinz
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2018 12:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Fußballgott hat Folgendes geschrieben:
tja, der Fanbereit steht da wohl zwischen den Stühlen und laviert deshalb ein bißchen rum.

Ja aber welche Stühle sollen das denn sein?
Wenn es im Fanbeirat keinen Konsens darüber geben sollte, ob man das Werfen oder Schiessen von Pyro auf Menschen verurteilt und nicht nur ablehnt und dass man sich bei Fehlverhalten unabhängig von persönlicher Schuld als Vertretungsgremium auch mal entschuldigen kann - tja dann weiss ich zumindest, wen ich nicht mehr wähle.

Immerhin gibt es jetzt eine Wortmeldung , die es mir allerdings auch nicht einfacher macht, den FB wirklich ernst zu nehmen.

Das "unachtsame" Werfen von Böllern ist also zu verurteilen, aha. Achtsam jemandem den Bengalo an die Halskrause setzen ginge im Umkehrschluss also in Ordnung oder wie darf man das verstehen? Leute, was sind denn das für Formulierungen???
Dass es keiner Diskussion bedurfte, um Angriffe auf Personen zu verurteilen ist ja grundsätzlich hocherfreulich. Impliziert allerdings die Frage, warum man solch eine Aussage (ja ich meine "verurteilen" statt "ablehnen") erst Wochen nach den Geschehnissen zu lesen bekommt.
Naja und an den richtigen Worten des Bedauerns wird wahrscheinlich noch gefeilt...
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Fußballgott
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2018 1:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Den Umkehrschluss würde ich nicht ziehen, was unachtsames vs achtsames Wegwerfen betrifft. Mich stört daran eher, dass man damit impliziert, es wäre wirklich nur etwas unachtsam gewesen statt gezielt. Wie schmeißt man denn unachtsam einen Böller in Richtung Gästeblock?

Und das meine ich dann auch mit "zwischen den Stühlen stehen". Man versucht es dann allen irgendwie recht zu machen. Was aus Sicht eines Fanbeirats, der sich vielleicht nicht den Gewalttätern verpflichtet fühlt, aber denen, die nah dran sind, nachvollziehbar ist. Nicht verständlich für mich, aber nachvollziehbar.

Deshalb spreche ich ja auch oft an, dass es eben nicht nur um die klare Grenzüberschreitung der Böllerwürfe auf Menschen geht. Das verurteilen ja im Grunde außer den Tätern alle in der Fanszene. Aber die ganze Sache fängt doch viel früher an.
Wenn man zweideutige Transparente und eindeutige T-Shirts, das martialische Auftreten und verbale Drohungen (teils sogar gegen eigene Fans) mit dem Gegner oder der aufgeheizten Stimmung relativiert, muss man sich am Ende nicht wundern, zu was das führen kann. Und es ist eben oftmals nicht eine emotionale Stimmungslage beim Spiel, sondern von langer Hand geplant. Da muss mir niemand irgendwelche Märchen erzählen. Und das sind dann eben nicht nur die 20 Leute, die die Bengalos hochhalten und im Extremfall schmeißen, sondern alle drumherum, die nicht mehr die bunte, humorvolle, antifaschistische Fanszene hochhalten, sondern (ich weiß etwas übertrieben gesprochen) die Attitüde eines "black block", und es irgendwie ja doch ganz geil finden, wenn aggressiv auf den Zaun gesprungen, Polizei und Gegner übels angepöpelt werden, große Pyroaktionen gestartet werden, oder sich auch gegen andere Nulldreifans aggressiv verbal gewehrt wird, weil man sich ja im Recht fühlt. Musste ich mir bei Facebook vor zwei Wochen ja auch anhören, dass wir "Normalos" ja die ganze Vorgeschichte mit Cottbus im speziellen und Ultra-Attitüde im allgemeinen nicht verstehen würden. So ungefähr ist ja dann immer die relativierende Argumentation. Da fängst dann eben an. Und darauf berufen sich dann die Leute, die am Ende die Grenzen sogar hinsichtlich in Kauf nehmen von Verletzungen überschreiten. Gerade die ganz jungen Kids, die beim Pokalfinale ja offensichtlich die Täter waren, lernen doch so keine Werte, für die Nulldrei steht (oder stand?).



Kurze Anekdote dazu noch von einem Erlebnis, das ich direkt nach dem Pokalfinale vor dem Stadion hatte. Da lief jemand mit seiner Freundin mit einem Shirt herum, welches sofort einem Nulldreifan als "rechtsoffen" auffiel. Ich finde es ja im Grunde gut, dass bei uns auf sowas geachtet wird. Nur WIE weißt man denjenigen denn dann darauf hin? In diesem Fall wurde er aggressiv angepöbelt, er solle doch gefälligst sein Nazishirt ausziehen. Erst musste seine Freundin für 5 Sekunden schlichten, weil der Typ mit dem Shirt sich offenbar nicht sofort einer Schuld bewusst war. Und dann schritt sofort die Polizei ein und trennte die Leute und schlichtete sehr gekonnt die Szenerie. Für einige relativierende Fans wäre es wohl erst eine Grenzüberschreitung gewesen, wenn es zu einer Schlägerei gekommen wäre. Für mich fängt es schon bei diesem aggressiven Grundverhalten an. Das ist für mich irgendwie so eine typische Sache gewesen. Bei allem was wir richtigerweise an politischer Aufgabe für uns beanspruchen, kommt es doch immer auf das WIE an.
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ölprinz
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2018 2:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Fußballgott hat Folgendes geschrieben:
Man versucht es dann allen irgendwie recht zu machen.

Genau das geht aber nicht. Das gelingt weder einem Vorstand noch einem Aufsichtsrat noch sonst einem Gremium.
Darüber hinaus ist es hier, und das gilt es zu begreifen, auch gar nicht zielführend.
Hier wurden Taten begangen, die bittere Folgen haben werden, sei es nun in finanzieller oder imagemässiger Sicht. Dazu gilt es sich zu positionieren.
Und da muss ich gar nicht wissen, welch hehre Ziele die Verursacher möglicherweise für sich in Anspruch nehmen wollen.
Hier geht es um einen Schaden am Verein und an der Arbeit von vielen.
Hier geht es auch um eine Abkehr von allem, wie bisher in Babelsberg eher "ungemütlichen" Gästen begegnet wurde.
Hier wurde mit völlig unverhältnismässigen Mitteln versucht ein zumindest zweifelhaftes Ziel, nämlich die Würdigung eines sportlich Besseren, zu verhindern.
Hier wurde abgesehen vom Schaden auf unserer Seite nichts erreicht, ausser dass die Cottbusser eher im Bus saßen.

Da wünsche ich mir von einem Fanbeirat in erster Linie eine klare Haltung und genau so klare Worte.

Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, was es da herum zu lavieren gibt und auf wen oder was man da zur Rücksicht verpflichtet sein könnte.
Das Vorgehen am Finaltag war rücksichtslos in Sachen Finanzen, Image, Wertschätzung teils ehrenamtlicher Tätigkeiten und nicht zuletzt sportlicher Fairness und dann muss man das auch so benennen.
Wenn man dann bei einzelnen Personen oder Personengruppen aneckt - nun gut, das geht jedem in Verantwortung Stehendem früher oder später mal so.
Aber positionieren sollte irgendwie drin sein sonst macht man sich zwangsläufig obsolet.
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Kurt Kobein
Bei-UFFTA-Stehenbleiber
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2018 6:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Alles was jetzt noch an offizieller endgültiger Stellungnahme kommt geht doch jetzt kurz vor der WM voll unter.

Das war doch der Sinn, wenn man sich um Erklärungen drücken will. Schön aussitzen und so tun als wäre nichts geschehen.


@fichte: bislang konnte man deinen Beiträgen noch etwas sinnvolles entnehmen, aber so langsam entwickelst du dich doch zum Vollpfosten.
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Fußballgott
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2018 7:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

sag ich ja ölprinz.

Das war ja der Kern meines Postings, dass man eben nicht rumlavieren darf, sondern klar Stellung als Fanbeirat beziehen muss.

Ich hab nur versucht, mich mal in diejenigen hineinzuversetzen. Wie geht man in solche Gespräche mit verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen, sowohl den Tätern als auch deren Umfeld? Und erst recht will man vielleicht nicht öffentlich das Miteinander aufkündigen (subjektiv), wenn man da nah dran ist, gerade am Beginn der Aufarbeitung.
Aber ich sag auch, dass die Denkweise ein Fehler ist. Man kann sich durchaus auch Respekt und darüber Vertrauen verschaffen, wenn man klare Ansagen macht, und zwar bei Grenzüberschreitungen auch sofort und ohne Kompromisse.
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Alfred Tetzlaff
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 08, 2018 9:51 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die Diskussion zeigt erneut die Problematik, wenn sich Verein, Sport und Politik vermischen. Für den Großteil der Fans steht der sportliche und allgemeine Erfolg des Vereins an erster Stelle. Es wird alles für den Verein getan, um ihn zu unterstützen und nicht zu schädigen. Politische Aktivitäten sind dabei evtl auch von Interesse, aber nur ein Nebenprodukt des Vereins und stehen an zweiter Stelle.

Die Minderheit benutzt den Verein hingegen primär als als politische Plattform. Hier steht der Verein selbst nicht an erster Stelle, nimmt man doch Bestrafungen des Vereins billigend in Kauf. Diese Minderheit scheint allerdings einen gewissen Einfluß auf den Fanbeirat zu besitzen, und ich glaube, dass ist genau das, was mit "zwischen den Stühlen sitzen" gemeint ist, obwohl für die beschriebene Mehrheit der reinen Vereinsunterstützer die Situation eindeutig ist.

Ich glaube, hier liegt das Problem: diejenigen, die den Verein nur als Instrument benutzen, wollen sich mit Sicherheit nicht ihre Plattform nehmen lassen. Der Verein hingegen hat natürlich schon aus reinen finanziellen Gründen ein großes Interesse, diese Fans zwar zu halten, doch ach dafür zu sorgen, dass sie nicht andauernd dem Verein schaden.
Das ist dann die Zwickmühle, in der der Fanbeirat steckt, vor allem wenn seitens des Vereins jetzt der Druck zum ersten Mal deutlich erhöht wird.
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Blutgrätschen-Lechzer
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 08, 2018 11:28 am    Titel: Antworten mit Zitat

Alfred Tetzlaff hat Folgendes geschrieben:
Die Diskussion zeigt erneut die Problematik, wenn sich Verein, Sport und Politik vermischen. Für den Großteil der Fans steht der sportliche und allgemeine Erfolg des Vereins an erster Stelle. Es wird alles für den Verein getan, um ihn zu unterstützen und nicht zu schädigen. Politische Aktivitäten sind dabei evtl auch von Interesse, aber nur ein Nebenprodukt des Vereins und stehen an zweiter Stelle.

Die Minderheit benutzt den Verein hingegen primär als als politische Plattform. Hier steht der Verein selbst nicht an erster Stelle, nimmt man doch Bestrafungen des Vereins billigend in Kauf. Diese Minderheit scheint allerdings einen gewissen Einfluß auf den Fanbeirat zu besitzen, und ich glaube, dass ist genau das, was mit "zwischen den Stühlen sitzen" gemeint ist, obwohl für die beschriebene Mehrheit der reinen Vereinsunterstützer die Situation eindeutig ist.

Ich glaube, hier liegt das Problem: diejenigen, die den Verein nur als Instrument benutzen, wollen sich mit Sicherheit nicht ihre Plattform nehmen lassen. Der Verein hingegen hat natürlich schon aus reinen finanziellen Gründen ein großes Interesse, diese Fans zwar zu halten, doch ach dafür zu sorgen, dass sie nicht andauernd dem Verein schaden.
Das ist dann die Zwickmühle, in der der Fanbeirat steckt, vor allem wenn seitens des Vereins jetzt der Druck zum ersten Mal deutlich erhöht wird.


Ganz sicher bewegen sich Verein und Anhänger in genau diesem Spannungsfeld. Ich halte es jedoch für falsch den Ausfällen vom Pfingstmontag eine politische Dimension zuzusprechen. Dafür hätte man zumindest mal eine Botschaft gebraucht, der man mit der Aktion Gehör verschaffen will.
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Wenn ich groß bin, werde ich eine Schabe.
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Fanbeirat
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 08, 2018 1:29 pm    Titel: Stellungnahme zum offenen Brief des Vorstandes Antworten mit Zitat

Gegenposition und Stellungnahme zum offenen Brief des Vorstandes des SV Babelsberg 03

Mit Erstaunen nimmt der Fanbeirat den Vorstoß eines offenen Briefes des Vorstandes zur Kenntnis. Dieser Text wurde vorgestern Abend zuerst intern per Mail ausgetauscht und es gab noch keine Gelegenheit von uns direkt darauf zu antworten.

Mit diesem Brief unterstellt der Vorstand der Fanszene aus der Nordkurve sich nicht der Aufgabe der Aufarbeitung und der Konsequenzen aus den Ereignissen nach dem Pokalspiel ernsthaft zu stellen. Diese Unterstellung weisen wir entschieden zurück.

Beim Runden Tisch am Donnerstag (31.05.) ist es erstmals gelungen einen Querschnitt (fast) aller relevanten Gruppen, den Fanbeirat, das Fanprojekt, den Vorstand und weitere Vertreter des Vereins an einen Tisch zu bringen. Das stellt ein Novum in der jüngeren Vergangenheit der Fanszene dar und zeigt sehr wohl, dass ein großes Interesse besteht, die Vorfälle sauber aufzuarbeiten und eine Lösung zu finden. Dies wurde bei der Veranstaltung deutlich betont. Ebenso war man sich darüber einig einen Verhaltenskodex zu entwerfen, der auf Dauer Bestand haben soll.

Nicht in allen Punkten herrschte Einigkeit bei dieser Runde, aber man war sich größtenteils einig, dass das Werfen von Pyrotechnik auf Menschen und in Richtung der Gästekurve zu verurteilen ist.

Der Fanbeirat verurteilt darüber hinaus das Werfen von Pyrotechnik auf den Platz nach dem Spiel und verächtliche Angriffe auf Menschen im Heimbereich während des Spiels.

Dieses Verhalten einiger Weniger am Pokalfinaltag bedauert der Fanbeirat sehr und betont, dass das nicht im Sinne der Nordkurve, der Fans im allgemeinen, der Mannschaft, des Trainers und dem Verein war. Weiterhin steht außer Frage, dass überall im Stadion die Werte des Vereins gelebt werden müssen.

Es wurde seitens der Fanszene und des Fanbeirates beim Runden Tisch die nächstfolgende Maßnahme angekündigt, dass man sich am 07.06. zu einem Nordkurvenplenum trifft um u.a. den genannten Kodex zu diskutieren und die Vorfälle des Spiels auszuwerten. Das Treffen fand bereits statt und erwies sich als sehr fruchtbar und ergebnisorientiert. Weitere kurzfristige Treffen wurden vereinbart.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass dieses Treffen für den 13.06. geplant war und auf Wunsch des Vorstandes um eine Woche nach vorne gelegt wurde, um schneller an Ergebnisse zu gelangen.

Weiterhin muss erwähnt werden, dass die Nordkurve keinesfalls homogen ist und es nicht nur Interessen und Meinungen verschiedener Gruppen, sondern auch von Einzelpersonen gibt. Der Fanbeirat ist daher der Meinung, dass sich möglichst viele Leute, die sich zum Kollektiv Nordkurve zählen, dazu äußern sollten, bevor es eine endgültige Stellungnahme gibt, die allen Fans, nicht nur aus der Nordkurve, gerecht wird. Dass dieser Prozess nicht binnen weniger Tage abgeschlossen ist, sollte jedoch jedem klar sein. Dennoch sind wir bemüht, schnellstmöglich diesen Prozess abzuschließen. Anschuldigungen, den Prozess absichtlich zu entschleunigen weisen wir zurück, da uns eine differenzierte Betrachtung wichtiger ist, als eine vorschnelle, unüberlegte Stellungnahme.

Die anwesenden Fans und Fangremien waren sich im Nachgang des Runden Tisches einig, dass die Verfahrensweise zur einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Verein wie folgt umgesetzt werden sollte. Der Fanbeirat sendet den gemeinsamen Textvorschlag der organisierten Fangruppen an den Verein bzw. Vorstand, was am 05.06. geschah. Dieser kommentiert und ergänzt mit eigenen Punkten bzw. Forderungen, bis man eine gemeinsame Linie gefunden hat. Die vom Vorstand geschriebene Antwort widerspricht allerdings dieser Abmachung. Dieses Vorgehen seitens des Vorstandes konterkariert die bisherigen Anstrengungen und Bemühungen bzgl. der Aufarbeitung der organisierten Fangruppen. Für den Vorstand kritische Passagen im Text hätten durchaus kommentiert und mit anderen Vorschlägen versehen werden können. Stattdessen wurde auf das Mittel des offenen Briefes zurückgegriffen, was wir in der aktuellen Situation als kritisch ansehen, da es ein öffentliches Bild der Desinteresse von der Fanszene suggeriert und den Verein und seine Fans unnötig in ein schlechtes Licht rückt.

Wir fordern daher den Vorstand auf, sich an die getroffenen Absprachen vom Runden Tisch zu halten und von der Methode der offenen Briefe Abstand zu nehmen. Eine weiterführende direkte Kommunikation aller Parteien wäre hier aus unserer Sicht der durchaus bessere Weg gewesen. Wir wünschen uns, dass der Vorstand bei solchen Themen zukünftig den direkten Weg zu uns sucht.

Der Vollständigkeit halber hier zusammenfassend die bisherigen öffentlichen Statements zu den Ereignissen des Pokalfinales.

“Die Geschehnisse um das Landespokalfinale schlagen große Wellen in der Öffentlichkeit. Wir sehen Pyrotechnik als probates Mittel an, um Choreografien stimmungstechnisch zu untermalen, wenn diese verantwortungsbewusst eingesetzt wird. Was gar nicht geht, ist, dass Pyrotechnik auf den Platz gelangt und auf Menschen geschossen oder geworfen wird und damit vorsätzlich Verletzungen in Kauf genommen werden. Dieses Vorgehen lehnen wir deutlich ab.

Wie und warum es dazu kam, muss innerhalb der Fanszene schnellstmöglich, aber auch sorgfältig aufgearbeitet werden. Eine detaillierte und klar wertende Stellungnahme wird daher ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden uns dazu nach einem kurzfristigen internen Treffen in den nächsten Tagen oder Wochen genauer äußern.”

(u.a. 1:1 im Inforadio vom RBB verlesen, Veröffentlicht auf https://fanbeiratbabelsberg.wordpress.com/ , 24.05.2018, Fanbeirat)

“Vergangenen Donnerstag [31.05.] setzten sich Vertreter des Vereins, eine Delegation aller relevanten Fangruppen, Vertreter des Fanbeirates und das Fanprojekt an einen Runden Tisch, um erste Schritte in der gemeinsamen Aufarbeitung der Geschehnisse rund um das Landespokalfinale 2018 zu unternehmen.

Es bedurfte keiner Diskussion unter den Beteiligten, dass das Angreifen von Personen und Personengruppen mit Pyrotechnik oder auch nur die billigende Inkaufnahme von Personenschäden durch das unachtsame Werfen von Böllern eindeutig zu verurteilen sind. Innerhalb der Fanszene findet diesbezüglich ein Aufarbeitungsprozess statt. In diesem Rahmen befindet sich die Fanszene am Beginn eines Austausches, dessen Ziel ein bindender Verhaltenskodex für die Zukunft ist.

Die Vertreter des Vereins und der Fanszene waren sich außerdem darüber einig, dass dieses Gespräch erst der Anfang eines Prozesses der Aufarbeitung sein kann.

(veröffentlicht auf https://fanbeiratbabelsberg.wordpress.com/, 06.06.2018, organisierte Fangruppen mit Unterstützung durch den Fanbeirat)

Fanbeirat von Babelsberg 03, 08.06.2018
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Alfred Tetzlaff
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 08, 2018 2:18 pm    Titel: Re: Stellungnahme zum offenen Brief des Vorstandes Antworten mit Zitat

Fanbeirat hat Folgendes geschrieben:
Gegenposition und Stellungnahme zum offenen Brief des Vorstandes des SV Babelsberg 03

Mit Erstaunen nimmt der Fanbeirat den Vorstoß eines offenen Briefes des Vorstandes zur Kenntnis. Dieser Text wurde vorgestern Abend zuerst intern per Mail ausgetauscht und es gab noch keine Gelegenheit von uns direkt darauf zu antworten.

Mit diesem Brief unterstellt der Vorstand der Fanszene aus der Nordkurve sich nicht der Aufgabe der Aufarbeitung und der Konsequenzen aus den Ereignissen nach dem Pokalspiel ernsthaft zu stellen. Diese Unterstellung weisen wir entschieden zurück.

Beim Runden Tisch am Donnerstag (31.05.) ist es erstmals gelungen einen Querschnitt (fast) aller relevanten Gruppen, den Fanbeirat, das Fanprojekt, den Vorstand und weitere Vertreter des Vereins an einen Tisch zu bringen. Das stellt ein Novum in der jüngeren Vergangenheit der Fanszene dar und zeigt sehr wohl, dass ein großes Interesse besteht, die Vorfälle sauber aufzuarbeiten und eine Lösung zu finden. Dies wurde bei der Veranstaltung deutlich betont. Ebenso war man sich darüber einig einen Verhaltenskodex zu entwerfen, der auf Dauer Bestand haben soll.

Nicht in allen Punkten herrschte Einigkeit bei dieser Runde, aber man war sich größtenteils einig, dass das Werfen von Pyrotechnik auf Menschen und in Richtung der Gästekurve zu verurteilen ist.

Der Fanbeirat verurteilt darüber hinaus das Werfen von Pyrotechnik auf den Platz nach dem Spiel und verächtliche Angriffe auf Menschen im Heimbereich während des Spiels.

Dieses Verhalten einiger Weniger am Pokalfinaltag bedauert der Fanbeirat sehr und betont, dass das nicht im Sinne der Nordkurve, der Fans im allgemeinen, der Mannschaft, des Trainers und dem Verein war. Weiterhin steht außer Frage, dass überall im Stadion die Werte des Vereins gelebt werden müssen.

Es wurde seitens der Fanszene und des Fanbeirates beim Runden Tisch die nächstfolgende Maßnahme angekündigt, dass man sich am 07.06. zu einem Nordkurvenplenum trifft um u.a. den genannten Kodex zu diskutieren und die Vorfälle des Spiels auszuwerten. Das Treffen fand bereits statt und erwies sich als sehr fruchtbar und ergebnisorientiert. Weitere kurzfristige Treffen wurden vereinbart.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass dieses Treffen für den 13.06. geplant war und auf Wunsch des Vorstandes um eine Woche nach vorne gelegt wurde, um schneller an Ergebnisse zu gelangen.

Weiterhin muss erwähnt werden, dass die Nordkurve keinesfalls homogen ist und es nicht nur Interessen und Meinungen verschiedener Gruppen, sondern auch von Einzelpersonen gibt. Der Fanbeirat ist daher der Meinung, dass sich möglichst viele Leute, die sich zum Kollektiv Nordkurve zählen, dazu äußern sollten, bevor es eine endgültige Stellungnahme gibt, die allen Fans, nicht nur aus der Nordkurve, gerecht wird. Dass dieser Prozess nicht binnen weniger Tage abgeschlossen ist, sollte jedoch jedem klar sein. Dennoch sind wir bemüht, schnellstmöglich diesen Prozess abzuschließen. Anschuldigungen, den Prozess absichtlich zu entschleunigen weisen wir zurück, da uns eine differenzierte Betrachtung wichtiger ist, als eine vorschnelle, unüberlegte Stellungnahme.

Die anwesenden Fans und Fangremien waren sich im Nachgang des Runden Tisches einig, dass die Verfahrensweise zur einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Verein wie folgt umgesetzt werden sollte. Der Fanbeirat sendet den gemeinsamen Textvorschlag der organisierten Fangruppen an den Verein bzw. Vorstand, was am 05.06. geschah. Dieser kommentiert und ergänzt mit eigenen Punkten bzw. Forderungen, bis man eine gemeinsame Linie gefunden hat. Die vom Vorstand geschriebene Antwort widerspricht allerdings dieser Abmachung. Dieses Vorgehen seitens des Vorstandes konterkariert die bisherigen Anstrengungen und Bemühungen bzgl. der Aufarbeitung der organisierten Fangruppen. Für den Vorstand kritische Passagen im Text hätten durchaus kommentiert und mit anderen Vorschlägen versehen werden können. Stattdessen wurde auf das Mittel des offenen Briefes zurückgegriffen, was wir in der aktuellen Situation als kritisch ansehen, da es ein öffentliches Bild der Desinteresse von der Fanszene suggeriert und den Verein und seine Fans unnötig in ein schlechtes Licht rückt.

Wir fordern daher den Vorstand auf, sich an die getroffenen Absprachen vom Runden Tisch zu halten und von der Methode der offenen Briefe Abstand zu nehmen. Eine weiterführende direkte Kommunikation aller Parteien wäre hier aus unserer Sicht der durchaus bessere Weg gewesen. Wir wünschen uns, dass der Vorstand bei solchen Themen zukünftig den direkten Weg zu uns sucht.

Der Vollständigkeit halber hier zusammenfassend die bisherigen öffentlichen Statements zu den Ereignissen des Pokalfinales.

“Die Geschehnisse um das Landespokalfinale schlagen große Wellen in der Öffentlichkeit. Wir sehen Pyrotechnik als probates Mittel an, um Choreografien stimmungstechnisch zu untermalen, wenn diese verantwortungsbewusst eingesetzt wird. Was gar nicht geht, ist, dass Pyrotechnik auf den Platz gelangt und auf Menschen geschossen oder geworfen wird und damit vorsätzlich Verletzungen in Kauf genommen werden. Dieses Vorgehen lehnen wir deutlich ab.

Wie und warum es dazu kam, muss innerhalb der Fanszene schnellstmöglich, aber auch sorgfältig aufgearbeitet werden. Eine detaillierte und klar wertende Stellungnahme wird daher ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden uns dazu nach einem kurzfristigen internen Treffen in den nächsten Tagen oder Wochen genauer äußern.”

(u.a. 1:1 im Inforadio vom RBB verlesen, Veröffentlicht auf https://fanbeiratbabelsberg.wordpress.com/ , 24.05.2018, Fanbeirat)

“Vergangenen Donnerstag [31.05.] setzten sich Vertreter des Vereins, eine Delegation aller relevanten Fangruppen, Vertreter des Fanbeirates und das Fanprojekt an einen Runden Tisch, um erste Schritte in der gemeinsamen Aufarbeitung der Geschehnisse rund um das Landespokalfinale 2018 zu unternehmen.

Es bedurfte keiner Diskussion unter den Beteiligten, dass das Angreifen von Personen und Personengruppen mit Pyrotechnik oder auch nur die billigende Inkaufnahme von Personenschäden durch das unachtsame Werfen von Böllern eindeutig zu verurteilen sind. Innerhalb der Fanszene findet diesbezüglich ein Aufarbeitungsprozess statt. In diesem Rahmen befindet sich die Fanszene am Beginn eines Austausches, dessen Ziel ein bindender Verhaltenskodex für die Zukunft ist.

Die Vertreter des Vereins und der Fanszene waren sich außerdem darüber einig, dass dieses Gespräch erst der Anfang eines Prozesses der Aufarbeitung sein kann.

(veröffentlicht auf https://fanbeiratbabelsberg.wordpress.com/, 06.06.2018, organisierte Fangruppen mit Unterstützung durch den Fanbeirat)

Fanbeirat von Babelsberg 03, 08.06.2018


"Größtenteils einig", dass man andere Menschen nicht mit Pyrotechnik bewirft? "Pyrotechnik ein probates Mittel", obwoh der Verein große Strafen bezahlen muss? Und warum ein Verhaltenskodex, wo der Verein doch für Werte wie Respekt und Toleranz steht- das bräuchte man nur zu beherzigen, man hat seinen Kodex und man könnte sich sämtliche Talkrunden sparen.

Für mich ist das einfach nur veröffentlichte Hilflosigkeit.
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ölprinz
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 08, 2018 2:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke auch, die politische Komponente kann man hier getrost beiseite lassen.
Die Aktion nach Spielende hatte doch nur ein erkennbares Ziel, nämlich die Pokalübergabe an CB zu verhindern. Ein in meinen Augen selbst ohne Fackelwürfe und damit verbundene Strafen ziemlich albernes Ziel, den Pokal kriegen sie ja doch und DFB-Pokal werden sie auch spielen.

Ich hätte sogar für spontanen Protest noch etwas Verständnis gehabt, wenn wir jetzt die deutlich bessere Mannschaft gewesen und dennoch verpfiffen worden wären.

Da das Ding aber doch sehr geplant aussah, wird es wohl um eine Art Machtdemonstration gegangen sein. Wer da wem was demonstrieren wollte und vor allem warum, erschliesst sich ohne weitere Erklärungen nicht so einfach aber der Verein muss sich angesichts der Konsequenzen natürlich als einer der Adressaten fühlen.
Insofern liegt eine Reaktion auf der Hand und ich begrüsse sehr, dass der Vorstand plant, die angedachten Massnahmen der MV zur Abstimmung vorzulegen.

In meinen Augen ist nicht die Vermischung von Sport und Politik das Problem, zumal die Fans bisher doch eher demokratische Grundpositionen vertraten.
Das Problem ist sicher eher in einem Generationswechsel innerhalb der NK zu verorten, in diesem speziellen Fall summiert mit einer ordentlichen Anzahl von Krawalltouristen.
Letztere wird man bei solchen Spielen schwerlich verhindern können, der eigenen "Jugend" gilt es jedoch dringend zu vermitteln, was in Babelsberg geht und was nicht.
Da sehe ich den Fanbeirat durchaus in der Pflicht, initiativ tätig zu werden (ohne unterstellen zu wollen, dass er das nicht bereits täte).
Der Vorstand wird früher oder später handeln müssen, sei es über Stadionverbote oder zivilrechtliche Forderungen in Sachen Schadensersatz.
Ein aktiverer und nach aussen auch wahrnehmbarer Dialog könnte sich da sicher als hilfreich erweisen.

P.S. Lese gerade die Stellungnahme des FB. Da heisst es u.a., der Vorstand würde eine nicht ernsthafte Aufarbeitung unterstellen.
Das steht aber nirgendwo, der Vorstand mahnt lediglich eine klare Positionierung sowie eine den Vorfällen angemessene Wortwahl an.
Das kann man nach den ersten beiden halbgaren Stellungnahmen seitens des FB durchaus nachvollziehen. Auch wird vom Vorstand zurecht darauf hingewiesen, dass man gerade in Sachen Sportgerichtsbarkeit nicht bis zum Sanktnimmerleinstag Zeit hat und eine Positionierung im Vorfeld evtl. durchaus brauchbar wäre.
Das öffentliche "Bild des Desinteresses seitens der Fanszene" entsteht doch nicht durch einen öffentlichen Brief sondern wohl eher durch wochenlanges Schweigen, wo es eigentlich nix zu schweigen gibt.
Es wird wiederholt betont, eine Stellungnahme formulieren zu wollen, "die allen Fans, nicht nur aus der Nordkurve" gerecht wird.
Ein genauso hehres wie unerreichbares Ziel, schon Höhe Mittellinie dürften sich die Prioritäten wesentlich unterscheiden, vom O-Block oder der Tribüne gar nicht zu reden.

Lieder Fanbeirat, es geht nicht darum, mit allen lieb Kind sein zu wollen und es allen irgendwie recht zu machen. Es geht um eure Haltung zu den Vorfällen, ihr seid per Votum legitimitiert, eure Meinung kund zu tun.
Und anschliessend kann man dann gern darüber diskutieren, wer sich nun darin wieder findet und wer nicht.
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ölprinz
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 08, 2018 6:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Beim SVB können die Verantwortlichen gar nicht mehr machen als sie getan haben. Und wenn es dann zu Ausschreitungen und Verfehlungen kommt, schlägt das Regelwerk des Verbandes mit voller Härte zu. In der Folge fühlen sich die Klubs allein gelassen, auch deshalb, weil niemand eine andere Lösung parat hat. Daher müsste bei der sportgerichtlichen Bewertung der besondere Kontext des „Tages der Amateure“ gesehen und bei der Strafmaßbemessung berücksichtigt werden. Aber ich befürchte, das wird nicht passieren.
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