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Petition: Solidarität mit Andrej Holm!
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mannitoo
Blutgrätschen-Lechzer
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 1:11 pm    Titel: Petition: Solidarität mit Andrej Holm! Antworten mit Zitat

http://www.holmbleibt.de

Berlin braucht bezahlbare Mieten und eine demokratische Stadtentwicklung.

Die neue Berliner Regierung hat der Stadtgesellschaft einen Politikwechsel versprochen. Einer der wichtigsten Bereiche für diesen Wandel soll im Bereich Wohnungspolitik liegen. Dr. Andrej Holm hat es gewagt, dieses Versprechen nicht nur ernst zu nehmen, sondern sogar als Staatssekretär selbst für eine neue Politik in die Verantwortung zu gehen.

Seit einigen Tagen wird enormer Druck auf den Berliner Senat ausgeübt, Dr. Holm wieder abzustoßen. Wir fordern den Senat auf, dem Druck standzuhalten. Dr. Andrej Holm als neuer Staatssekretär steht nicht einer Auseinandersetzung über DDR-Repression im Weg, sondern dem Ausverkauf der Stadt.
Und genau deshalb brauchen wir ihn.

Jetzt Petition unterschreiben: http://www.holmbleibt.de
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Potsdamer03
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Beiträge: 3439

BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 2:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Holm hat gelogen! Jeder andere der seine Stasi Vergangenheit leugnete hat seine Anstellung verloren. Das ist auch gut so!

http://www.morgenpost.de/berlin/article209009315/Wolf-Biermann-Es-war-ein-Fehler-Holm-zu-berufen.html

Zitat:
Holm gerät, wie berichtet, wegen seines Dienstes beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR 1989/90 immer mehr unter Druck. Dabei spielt längst keine Rolle mehr, dass er damals erst 18 Jahre alt und nur wenige Monate dort tätig war. Auch Holms eigene Aussage, er habe niemandem geschadet und niemanden bespitzelt, ist inzwischen in den Augen vieler Experten ohne Belang. Entscheidend sei, dass er gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber, der Humboldt-Universität, falsche Aussagen zu seinem Lebenslauf gemacht habe. Das stehe über allem, sagte etwa Jens Planer-Friedrich, Mitarbeiter des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.
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Fußballgott
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 3:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Potsdamer03 hat Folgendes geschrieben:
Holm hat gelogen! Jeder andere der seine Stasi Vergangenheit leugnete hat seine Anstellung verloren. Das ist auch gut so!

http://www.morgenpost.de/berlin/article209009315/Wolf-Biermann-Es-war-ein-Fehler-Holm-zu-berufen.html

Zitat:
Holm gerät, wie berichtet, wegen seines Dienstes beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR 1989/90 immer mehr unter Druck. Dabei spielt längst keine Rolle mehr, dass er damals erst 18 Jahre alt und nur wenige Monate dort tätig war. Auch Holms eigene Aussage, er habe niemandem geschadet und niemanden bespitzelt, ist inzwischen in den Augen vieler Experten ohne Belang. Entscheidend sei, dass er gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber, der Humboldt-Universität, falsche Aussagen zu seinem Lebenslauf gemacht habe. Das stehe über allem, sagte etwa Jens Planer-Friedrich, Mitarbeiter des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.



Vielleicht solltest du dich mit dem Fall erstmal etwas genauer befassen, sowohl was seine angeblichen Falschaussagen betrifft (er hat sehr früh das Thema Stasi öffentlich gemacht, war aber nunmal kein IM) als auch was seine Biographie insgesamt betrifft, sowohl in der DDR als auch später.

Dieses unsinnige verallgemeinern hinsichtlich Stasitätigkeit geht mir sowas von auf den Keks. Es gibt so viele Leute, die in der DDR überzeugte Anhänger des real existierenden Sozialismus waren und denen sehr schnell bewusst wurde wo die Fehler in der Gesellschaft lagen und welche eigenen Fehler sie machten. Dazu ist aber Selbstreflektion notwendig und wichtig, und die hatte Herr Holm offensichtlich. Ich weiß nicht wie es mir ergangen wäre, wäre ich 3-4 Jahre älter gewesen, aber ich mir ist die ganze Scheiße erst am 4.11.89 aufgegangen. Hat halt auch was mit dem Zugang zu oppositionellen Gedanken zu tun, die viele Kinder/Jugendliche aus "Regime"-Familien nicht hatten. Das soll keine Entschuldigung sein, aber eine Erklärung. Wichtig ist, sich dem zu stellen und die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten.

Im Übrigen weiß ich garnicht, was die Vorwürfe sollen, er hätte die Stasitätigkeit nicht angegeben. Jedem Mitarbeiter einer Behörde muss doch klar sein, dass die Grundausbildung beim Wachregiment einen entsprechenden Hintergrund hatte.
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14482er
Turbieni-Fan
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 5:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

es soll aber auch Leute geben, die Ihren Arsch immer wieder an die Wand bekommen, egal in welchem System Shocked
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Fußballgott
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 6:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

14482er hat Folgendes geschrieben:
es soll aber auch Leute geben, die Ihren Arsch immer wieder an die Wand bekommen, egal in welchem System Shocked


Na ja, die typischen Wendehälse sind ja ein ganz anderes Kaliber als Herr Holm.

Vielleicht muss man dafür aber versuchen, sich in andere Menschen zu versetzen. Schafft halt nicht Jeder. Im Fall von Herrn Holm gibt es ja genug altes Material inklusive Interviews mit ihm zum Thema Stasi. Da kann ma sich gerne eine eigene Meinung bilden.

Grundsätzlich sollte man mal jedem Menschen zugestehen, dass er sich ändern und dazulernen kann. Was soll das bringen, immer zu unterstellen, derjenige versucht nur seinen Arsch an die Wand zu kriegen? Vielleicht lieber jemanden daran messen was er heute tut. Gibt ja auch genug echte Wendehälse, die in beiden Systemen nur an ihren eigenen Profit dachten.
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fichte
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 6:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Potsdamer03 hat Folgendes geschrieben:
Holm hat gelogen! Jeder andere der seine Stasi Vergangenheit leugnete hat seine Anstellung verloren. Das ist auch gut so!

http://www.morgenpost.de/berlin/article209009315/Wolf-Biermann-Es-war-ein-Fehler-Holm-zu-berufen.html

Zitat:
Holm gerät, wie berichtet, wegen seines Dienstes beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR 1989/90 immer mehr unter Druck. Dabei spielt längst keine Rolle mehr, dass er damals erst 18 Jahre alt und nur wenige Monate dort tätig war. Auch Holms eigene Aussage, er habe niemandem geschadet und niemanden bespitzelt, ist inzwischen in den Augen vieler Experten ohne Belang. Entscheidend sei, dass er gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber, der Humboldt-Universität, falsche Aussagen zu seinem Lebenslauf gemacht habe. Das stehe über allem, sagte etwa Jens Planer-Friedrich, Mitarbeiter des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.


LOL

Wer auch nur einen Hauch Ahnung davon hat, wie die kapitalistische Siegerjustiz wider alle Gepflogenheiten des (internationalen) Rechts Sozialisten verfolgt hat, weiß ganz genau, warum jemand sich dazu entschließt, diese kurze Episode seines Lebens zu verschweigen.

Es ist so hundserbärmlich, wie die Reaktion sich nun auf irgendwelche jahrzehntealte vermeintliche Schmutzwäsche stürzt. NATÜRLICH hat das nichts mit seinem Dienst an sich zu tun, NATÜRLICH nichts damit, dass er eine sozialdemokratische (und damit heutzutage linksradikale) Wohnungspolitik angekündigt hat, NATÜRLICH hätten ihn der kurze Dienst und das junge Alter davor bewahrt, wenn ja, wenn ja wenn er nicht vor Äonen seinen Arbeitgeber belogen hätte.

P.S.: Auch wenn er sich zum Kapitalismusfreund entwickelt hat, gebührt Andrej Holm für seinen damaligen Einsatz für Frieden, Freiheit und Sozialismus aller Dank!
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ölprinz
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 8:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Unabhängig davon, wie man die Biographie des Mannes werten möchte, ist das hier
fichte hat Folgendes geschrieben:
P.S.: Auch wenn er sich zum Kapitalismusfreund entwickelt hat, gebührt Andrej Holm für seinen damaligen Einsatz für Frieden, Freiheit und Sozialismus aller Dank!

ja wohl Satire pur. Oder meinst Du die Freiheit der alten Männer aus Ostberlin, für welche das Wachregiment zu garantieren hatte? Rolling Eyes
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Potsdamer03
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 9:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

fichte hat Folgendes geschrieben:
Potsdamer03 hat Folgendes geschrieben:
Holm hat gelogen! Jeder andere der seine Stasi Vergangenheit leugnete hat seine Anstellung verloren. Das ist auch gut so!

http://www.morgenpost.de/berlin/article209009315/Wolf-Biermann-Es-war-ein-Fehler-Holm-zu-berufen.html

Zitat:
Holm gerät, wie berichtet, wegen seines Dienstes beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR 1989/90 immer mehr unter Druck. Dabei spielt längst keine Rolle mehr, dass er damals erst 18 Jahre alt und nur wenige Monate dort tätig war. Auch Holms eigene Aussage, er habe niemandem geschadet und niemanden bespitzelt, ist inzwischen in den Augen vieler Experten ohne Belang. Entscheidend sei, dass er gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber, der Humboldt-Universität, falsche Aussagen zu seinem Lebenslauf gemacht habe. Das stehe über allem, sagte etwa Jens Planer-Friedrich, Mitarbeiter des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.


LOL

Wer auch nur einen Hauch Ahnung davon hat, wie die kapitalistische Siegerjustiz wider alle Gepflogenheiten des (internationalen) Rechts Sozialisten verfolgt hat, weiß ganz genau, warum jemand sich dazu entschließt, diese kurze Episode seines Lebens zu verschweigen.

Es ist so hundserbärmlich, wie die Reaktion sich nun auf irgendwelche jahrzehntealte vermeintliche Schmutzwäsche stürzt. NATÜRLICH hat das nichts mit seinem Dienst an sich zu tun, NATÜRLICH nichts damit, dass er eine sozialdemokratische (und damit heutzutage linksradikale) Wohnungspolitik angekündigt hat, NATÜRLICH hätten ihn der kurze Dienst und das junge Alter davor bewahrt, wenn ja, wenn ja wenn er nicht vor Äonen seinen Arbeitgeber belogen hätte.

P.S.: Auch wenn er sich zum Kapitalismusfreund entwickelt hat, gebührt Andrej Holm für seinen damaligen Einsatz für Frieden, Freiheit und Sozialismus aller Dank!


Genauso haben auch die Nazis nach dem Krieg argumentiert...war ja nicht alles schlecht...keinen geschadet...hab mich geändert...

PFUI! Dieser Mann, Holm, war teil des menschenverachtenden Systems im Unrechtstaat DDR...auch wenn er damals noch jung war...entschuldigt das nicht sein Verschweigen seiner Tätigkeit..
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fichte
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 11:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ölprinz hat Folgendes geschrieben:
Unabhängig davon, wie man die Biographie des Mannes werten möchte, ist das hier
fichte hat Folgendes geschrieben:
P.S.: Auch wenn er sich zum Kapitalismusfreund entwickelt hat, gebührt Andrej Holm für seinen damaligen Einsatz für Frieden, Freiheit und Sozialismus aller Dank!

ja wohl Satire pur. Oder meinst Du die Freiheit der alten Männer aus Ostberlin, für welche das Wachregiment zu garantieren hatte? Rolling Eyes


Die Freiheit, die Menschen dadurch erhalten, nicht in Armut und Ausbeutung zu leben. Die hatten sie dank den alten Männern in Berlin.
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fichte
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 21, 2016 11:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Potsdamer03 hat Folgendes geschrieben:
fichte hat Folgendes geschrieben:
Potsdamer03 hat Folgendes geschrieben:
Holm hat gelogen! Jeder andere der seine Stasi Vergangenheit leugnete hat seine Anstellung verloren. Das ist auch gut so!

http://www.morgenpost.de/berlin/article209009315/Wolf-Biermann-Es-war-ein-Fehler-Holm-zu-berufen.html

Zitat:
Holm gerät, wie berichtet, wegen seines Dienstes beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR 1989/90 immer mehr unter Druck. Dabei spielt längst keine Rolle mehr, dass er damals erst 18 Jahre alt und nur wenige Monate dort tätig war. Auch Holms eigene Aussage, er habe niemandem geschadet und niemanden bespitzelt, ist inzwischen in den Augen vieler Experten ohne Belang. Entscheidend sei, dass er gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber, der Humboldt-Universität, falsche Aussagen zu seinem Lebenslauf gemacht habe. Das stehe über allem, sagte etwa Jens Planer-Friedrich, Mitarbeiter des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.


LOL

Wer auch nur einen Hauch Ahnung davon hat, wie die kapitalistische Siegerjustiz wider alle Gepflogenheiten des (internationalen) Rechts Sozialisten verfolgt hat, weiß ganz genau, warum jemand sich dazu entschließt, diese kurze Episode seines Lebens zu verschweigen.

Es ist so hundserbärmlich, wie die Reaktion sich nun auf irgendwelche jahrzehntealte vermeintliche Schmutzwäsche stürzt. NATÜRLICH hat das nichts mit seinem Dienst an sich zu tun, NATÜRLICH nichts damit, dass er eine sozialdemokratische (und damit heutzutage linksradikale) Wohnungspolitik angekündigt hat, NATÜRLICH hätten ihn der kurze Dienst und das junge Alter davor bewahrt, wenn ja, wenn ja wenn er nicht vor Äonen seinen Arbeitgeber belogen hätte.

P.S.: Auch wenn er sich zum Kapitalismusfreund entwickelt hat, gebührt Andrej Holm für seinen damaligen Einsatz für Frieden, Freiheit und Sozialismus aller Dank!


Genauso haben auch die Nazis nach dem Krieg argumentiert...war ja nicht alles schlecht...keinen geschadet...hab mich geändert...

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Zitat:
Nun könnte man zu Recht erwidern, wissenschaftlich, insbesondere auch rechtswissenschaftlich, gibt es den Begriff „Unrechtsstaat“ nicht. Bekanntlich hat sogar der wissenschaftliche Dienst des Bundestages auf Anfrage der LINKEN-Politikerin Gesine Lötzsch erklärt: „Den Begriff Unrechtsstaat gibt es im Völkerrecht nicht“. Und weiter: „Eine wissenschaftlich haltbare Definition des Begriffs Unrechtsstaat gibt es weder in der Rechtswissenschaft noch in den Sozial- und Geisteswissenschaften. … es geht zumeist darum, die politische Ordnung eines Staates, der als Unrechtsstaat gebrandmarkt wird, von einem rechtsstaatlich strukturierten System abzugrenzen und moralisch zu diskreditieren“. Selbst hier wird also bestätigt, was wir schon lange sagen: der Begriff ist ein Kampfbegriff, mit dem nachträglich die Abrechnung mit der DDR betrieben wird. Letztlich wird er als antikommunistisches Schlagwort im fortgesetzten Kalten Krieg innerhalb Deutschlands verwendet. Es soll der Eindruck erweckt werden, das Leben in der DDR habe sich gesamtgesellschaftlich und -staatlich gesehen nicht nach Regeln vollzogen, sondern es habe die reine Willkür, also Unrecht, geherrscht. Entweder es habe kein Recht bestanden, gesetztes Recht sei Unrecht gewesen oder die Rechtsanwendung sei willkürlich erfolgt. Mit dem Begriff „Unrechtsstaat“ soll vermittelt werden, dass die DDR von Anfang an und bis zu ihrem Ende „Unrecht“ war. Und weil diese Behauptung systematisch, permanent und flächendeckend verbreitet wird, können wir es nicht bei der fehlenden Definition bewenden lassen, sondern wir müssen uns damit offensiv auseinandersetzen.


Die DDR hatte ein Rechtssystem, dass der Arbeiterklasse gedient hat - und deswegen ist es aus der Sicht der kapitalistischen Sieger die Antithese eines Rechtsstaates.

Zitat:
Bis zur Wahl war der Volkszorn gegen das Spitzelwesen drüben gefragt, weil er so blendend zum bundesrepublikanischen Vorwurf gepaßt hat, drüben handle es sich um einen Unrechtsstaat. Die Rechtswidrigkeit der Existenz der DDR hat sich zwar noch nie daran entschieden, was DDRler an Gesinnungsschnüffelei oder Schlimmerem vom Staatssicherheitsdienst auszuhalten hatten. Das Verbrechen und sein Opfer waren anderer Art: Der SED-Staat hat sich dem Hoheitsanspruch der Bundesrepublik entzogen und ihre Zuständigkeit für die inneren Verhältnisse im anderen Teil Deutschlands zurückgewiesen, war also von Anfang an grundgesetzwidrig. Aber dafür war das Schreckensgemälde von der Volksunterdrückungsmaschinerie genau das passende Bild. Deswegen haben die bundesrepublikanischen Politiker und Meinungsmacher auch alles dafür getan, es mit Gerüchten, Verdächtigungen und Verschwörungstheorien auszupinseln, damit auch noch dem letzten DDR-Bürger klar werden sollte: Der Anschluß ist unerläßlich und gerecht. Je größer und gewalttätiger der Stasi-Sumpf, umso klarer sollte ja auch sein: Dieser Sumpf muß mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden; und das geht nur, wenn der ganze Staat verschwindet, in dem diese Kräfte am Werk waren und weiterwühlen, Deswegen wurde das Volk immerzu beglückwünscht, daß sein Rechtsfanatismus so auf Linie lag, und es wurden ihm die Politiker als Saubermänner ans Herz gelegt, die die bundesrepublikanischen Parteien als ihre Vasallen drüben auserkoren hatten. Das hat im Großen und Ganzen auch zur Zufriedenheit Bonns funktioniert.


http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/90/90_2/stasi.htm
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kalle aus halle
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BeitragVerfasst am: Do Dez 22, 2016 11:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

hier mal was lesenwertes für potsdamer03 vom tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/die-stasi-und-der-fall-andrej-holm-27-jahre-auf-der-guten-seite-der-macht/19163610.html
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der Fuchs
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BeitragVerfasst am: Do Dez 22, 2016 1:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

man kann dem realsozialismus ja vieles zugutehalten, zum beispiel, dass er der arbeiterklasse sicherlich "dienen" wollte. bloß bleibt dann schon noch die frage, wie er das anstellen wollte. und bei dem, was die dann veranstaltet haben, lehnst du dich weit mit aus dem fenster, fichte, wenn du meinst in der ddr hätte es weder armut noch ausbeutung gegeben und der laden hätte tatsächlich den interessen der arbeiterklasse gedient.

also, wenn das so gewesen sein soll, dann wundert's mich schon, dass sich da stets über westpakete und friedensware gefreut wurde; oder die ganzen arbeiter und bauern ihr lebenlang schuften durften und am ende dann doch nur edescho und ein klo auf halber treppe bei rumgekommen ist - was das ddr-volk ja auch leidlich in seinen ganzen eingabeschreiben kundtat. so ganz kann der arbeiterklasse dort ja dann nicht gedient worden sein...


@p03. kannst du zur abwechslung deine schlagwortargumentation mal mit inhalt füllen? was war denn jetzt menschenverachtend und unrecht an der ddr - bzw leuchten dir wenigstens die von fichte zitierten textblöcke ein?
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BeitragVerfasst am: Do Dez 22, 2016 3:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

der Fuchs hat Folgendes geschrieben:
man kann dem realsozialismus ja vieles zugutehalten, zum beispiel, dass er der arbeiterklasse sicherlich "dienen" wollte. bloß bleibt dann schon noch die frage, wie er das anstellen wollte. und bei dem, was die dann veranstaltet haben, lehnst du dich weit mit aus dem fenster, fichte, wenn du meinst in der ddr hätte es weder armut noch ausbeutung gegeben und der laden hätte tatsächlich den interessen der arbeiterklasse gedient


Argument?
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BeitragVerfasst am: Do Dez 22, 2016 5:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

steht doch drunter. wer hilfspakete aus dem westen braucht und sich an qualitativ höherwertige güter klammern muss, weil er anscheinend nicht so ohne weiteres an diese herankommt, der kann ja so gut nicht versorgt sein. und wofür ging denn der ddr-bürger eigentlich den ganzen tag malochen, wenn sich an seinem lebenstandard die ganze arbeit gar nicht ablesen lässt? immerhin war die ddr gen ende noch unter den top ten der industriestaaten der welt. da hätte doch was anderes bei rumkommen müssen, als verfallende häuser und blechautos, auf die man auch noch monate hat warten müssen.
anders siehts natürlich aus, wenn die ganze organisierung der witschaft erstmal dem staat zu macht und herrlichkeit verhelfen soll. da ist der einzige unterschied zur brd der, was sie mit ihrer macht und ihrem reichtum dann anstellen wollten. die ddr wollte ihre bürger hintenrum mit den früchten ihrer ausbeutung beglücken. da gings darum devisen ohne ende zu erwitschaften, was dann aber eben hieß qualitativ hochwertige güter in erster linie für den export und nicht für die konsumption zu produzieren bzw auf kosten der konsumption die heiligen devisen zu schonen usw.
(die brd wiederum will den globus gemäß ihres nutzens kapitalistisch verwertbar machen und braucht dafür eben dementsprechende machtmittel, die sie aus der besteuerung ihrer wachstumswirtschaft zieht. deswegen besteht auch im goldenen westen das leben aus nix weiter als in schule und ausbildung für die arbeitswelt hergerichtet zu werden und dann eben die nächsten 40 jahre seinen dienst am wachstum zu leisten ehe man deswegen körperlich so kaputt ist, dass man dafür nichts mehr taugt...)


das, meine ich verkennst du, wenn du sagst, die ddr-bürger seien frei von armut und ausbeutung gewesen. oder wie hast du dir das gedacht?
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BeitragVerfasst am: Do Dez 22, 2016 9:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Potsdamer03 hat Folgendes geschrieben:
fichte hat Folgendes geschrieben:
Potsdamer03 hat Folgendes geschrieben:
Holm hat gelogen! Jeder andere der seine Stasi Vergangenheit leugnete hat seine Anstellung verloren. Das ist auch gut so!

http://www.morgenpost.de/berlin/article209009315/Wolf-Biermann-Es-war-ein-Fehler-Holm-zu-berufen.html

Zitat:
Holm gerät, wie berichtet, wegen seines Dienstes beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR 1989/90 immer mehr unter Druck. Dabei spielt längst keine Rolle mehr, dass er damals erst 18 Jahre alt und nur wenige Monate dort tätig war. Auch Holms eigene Aussage, er habe niemandem geschadet und niemanden bespitzelt, ist inzwischen in den Augen vieler Experten ohne Belang. Entscheidend sei, dass er gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber, der Humboldt-Universität, falsche Aussagen zu seinem Lebenslauf gemacht habe. Das stehe über allem, sagte etwa Jens Planer-Friedrich, Mitarbeiter des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.


LOL

Wer auch nur einen Hauch Ahnung davon hat, wie die kapitalistische Siegerjustiz wider alle Gepflogenheiten des (internationalen) Rechts Sozialisten verfolgt hat, weiß ganz genau, warum jemand sich dazu entschließt, diese kurze Episode seines Lebens zu verschweigen.

Es ist so hundserbärmlich, wie die Reaktion sich nun auf irgendwelche jahrzehntealte vermeintliche Schmutzwäsche stürzt. NATÜRLICH hat das nichts mit seinem Dienst an sich zu tun, NATÜRLICH nichts damit, dass er eine sozialdemokratische (und damit heutzutage linksradikale) Wohnungspolitik angekündigt hat, NATÜRLICH hätten ihn der kurze Dienst und das junge Alter davor bewahrt, wenn ja, wenn ja wenn er nicht vor Äonen seinen Arbeitgeber belogen hätte.

P.S.: Auch wenn er sich zum Kapitalismusfreund entwickelt hat, gebührt Andrej Holm für seinen damaligen Einsatz für Frieden, Freiheit und Sozialismus aller Dank!


Genauso haben auch die Nazis nach dem Krieg argumentiert...war ja nicht alles schlecht...keinen geschadet...hab mich geändert...

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1. Von welchen Nazis redest denn du? Natürlich kann ein schlichtes Mitglied der NSDAP sich ändern und kann sich zu einem waschechten Demokraten entwickeln. Selbst heutige Neonazis (die es ja besser wissen müssten als damalige Nazis) gibt man Organisationen wie EXIT die Möglichkeit auszusteigen und sich zu ändern. Was ganz anderes ist das Thema Kriegsverbrecher, führende Mitarbeiter in Behörden, die für Deportationen etc. verantwortlich waren oder halt die Nazi-Führung als solche.

2. Du willst doch nicht ernsthaft die DDR mit dem 3.Reich auf eine Stufe stellen?! Es ist daher auch was anderes wenn ein DDR.Bürger diesen Staat relativiert als wenn das jemand tut, der den Nazi-Staat miterlebt hat. Wobei ich Sprüche wie "es war nicht alles schlecht" auch nicht mehr hören kann.

3. Was hat das alles mit Holm zu tun? Der muss sich 27 Jahre später ernsthaft für 3-4 Monate im Wachregiment rechtfertigen, nur weil er das im Fragebogen an der falschen Stelle angegeben hat? Da kann ich fichte, so übel ich seine sonstigen Aussagen auch finde, sogar verstehen wenn er schreibt, dass man hier von Seiten der Berliner CDU dreckige Wäsche wäscht, um Holm wegen ganz anderer Motive nicht ins Amt kommen zu lassen.



@fichte,

darf ich mal fragen wie alt du bist? So wirklich mitgemacht kannst du die DDR nicht haben, wenn du diesen Staat verteidigst. Der widerspricht allem was ich unter einem freien, sozialistischen Staat verstehe, sowohl was das politische System betrifft als auch seinen repressiven Überwachungscharakter und seine bürgerliche Spießigkeit. Ich bin echt froh, dass die Wende genau im richtigen Moment (für mich persönlich) kam. Und das beziehe ich ausdrücklich nicht auf die ökonomischen Veränderungen.
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